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Brooks T7 Racer

Produkt: Brooks T7 Racer
Kategorie: Running
Typ: Wettkampf

 

Seit Anfang März 2011 darf ich mich zu den von Brooks ausgewählten 20 Testläufern zählen und eines der beiden Paare, welches ich im ersten Überraschungspaket hatte, war der T7 Racer. Hier nun meine ersten Erfahrungen mit diesem Schuh. [B]

 

Bisher waren die Adidas Marathon die leichtesten Trainer, die ich an den Füßen hatte. Durch die fast nicht vorhandene Dämpfung hat man in denen ein sehr natürliches Laufgefühl. Trotzdem kein Schuh für jeden Tag.

 

Dass der Brooks T7 Racer alles andere als alltäglich ist, habe ich schon vorab auf den Photos gesehen. Ein auffälliges Design, dass ohne Neon-Farben auskommt. Direkt beim Auspacken sind mir aber noch ein paar andere Sachen aufgefallen. Der Schuh ist so leicht, dass man denken könnte, da wurde was vergessen. In der Tat ist der Schuh auf das Wesentliche reduziert, was ein Wettkampfschuh braucht. Der klassische Trainingsschuh wartet mit Obermaterial X hier und Obermaterial Y dort auf. Hat eine besondere Verstrebung vorne und noch eine in der Mitte. Das setzt sich an der Ferse so ähnlich fort. Und dann kommt die Sohle.

 

Die 184g (Angabe von Brooks) bemerkt man sofort, wenn man den Schuh in die Hand nimmt. Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber er ist wirklich verdammt leicht. Das Obermaterial besteht zum größten Teil aus atmungsaktivem Gewebe. Der Rest ist hauptsächlich Wildleder. Das Innenfutter ist angemessen dünn gehalten aber in jedem Fall komfortabel. Die Einlage ist ebenfalls recht dünn. Als ich den Schuh das erste Mal anziehe und schnüre fällt mir positiv auf, dass die Marathonbindung, die ich sehr gerne benutze, mit der Länge der Schnürsenkel kein Problem darstellt. Die asymmetrische Bindung wird sich in der Praxis beweisen müssen. An der Sohle findet man ebenfalls keine unnötigen Schnörkel. Brooks' Hydro Flow Technologie, HPR und PodTech kommen hier ins Spiel. Die PodTech merkt man ganz deutlich, wenn man den Schuh zum ersten Lauf an den Füßen trägt.

 

Also Schuhe an und los! "Run Happy" heißt das Motto von Brooks. Das will sich aber nicht so recht einstellen, wenn ich nach draußen schaue: 8 Grad und leichter Regen. Egal, im zweiten Paket von Brooks war u. a. eine Essential Run Jacke. Die geht dann halt mit auf den Testlauf. Bis zum Stadion sind es rund 10 Minuten zu laufen. Auf dem MP3-Player ist der Podcast Tempointervalle mit Coach Chris von jogmap.de (sehr empfehlenswert). Im Stadion angekommen, habe ich einen ersten Eindruck von den T7. Beim Anziehen dachte ich noch, dass sie ein wenig eng seien, obwohl die Länge ideal passt. Nach den ersten 100 Metern war dieser Eindruck aber schon fast weg. Der Kontakt zum Boden ist ideal. Ein sehr natürliches Laufgefühl, dass in meinen Augen durch die PodTech positiv hervorgehoben wird. Ich laufe sehr gerne mit einem solchen Gefühl an den Füßen. Eine flächige Sohle, wie bei meinen Asics fühlt sich beim Laufen ganz anders an, als das hier. Ein wenig ist es so, als wenn man unter allen wichtigen Zonen des Fußes ein kleines Podest hat, welches das Laufgefühl verstärkt. Von dem zuerst als etwas eng empfundenen Obermaterial ist nach 20 Minuten nichts mehr zu spüren. Und das, obwohl ich den Schuh heute das erste Mal an habe. Der Schuh ist am Fuß angekommen.

 

Ralf Junge hatte es mir schon prophezeit: "Du wirst Deinen Spaß haben!" Und genauso kam es. Ich habe die Tempointervalle nie so genossen, wie mit diesem Schuh. Ich war nicht doppelt so schnell wie sonst, aber es lief alles so ohne an die Schuhe zu denken. In der Vergangenheit hatte ich manchmal das Gefühl, dass mein Trainingsschuh mich etwas bremst. Ganz anders jetzt und hier. Kein Gramm zu viel am Fuß, ein Gefühl für die Tartanbahn, wie wenn man ohne Schuhe läuft und kein Drücken oder Zwicken. Perfekt! Das atmungsaktive Material hatte zwar dem Wasser auf der Tartanbahn nichts entgegen zu setzen, aber das habe ich auch nicht erwartet. Seine Stärke wird das Obermaterial im Sommer zeigen. Trotz der nassen Bahn hatte ich selbst beim Sprint nie das Gefühl, zu rutschen oder andere unkontrollierte Bewegungen ausgleichen zu müssen.

 

Als ich nach knapp einer Stunde Training wieder zuhause ankam, fühlten sich die T7 noch immer genial an und ich hatte garnicht bemerkt, dass es zwischenzeitig wirklich stark geregnet hatte. Zum Testen gibt es eben kein ungeeignetes Wetter. Den Test zur Jacke gibt's später.

 

Ich denke der T7 Racer von Brooks ist ein idealer Trainingspartner für Tempointervalle oder kurze schnelle Läufe und ein uneingeschränkt empfehlenswerter Wettkampfschuh für Strecken bis 10km. Einzige Voraussetzung: der Läufer kommt mit einem neutralen Schuh klar. Im Mai habe ich einen 5km-Staffelwettkampf. Seit heute bin ich mir absolut sicher, welchen Schuh ich dort tragen werde.

 

Weitere Produktberichte folgen ...

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