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Brooks Mach 13Der Brooks Mach13 (Speed Dragon) ist ein X-Country Spike, der auf Crossläufen oder auf der Laufbahn zuhause ist. Mit dem Fokus Crosslauf haben wir ihn im Rahmen unserer Testläufe genauer unter die Lupe genommen. Direkt am Anfang des Tests, durfte der Schuh bei einem Wettkampf zeigen, was in ihm steckt. [B]

 

 

 

Bisher hatten wir noch keinen Spike im Einsatz, weil bisher noch kein Crosslauf oder Wettkampf im Stadion geplant war. Jetzt war es soweit. Rechtzeitig zum Wettkampf wurden wir auch für die nächste Runde als Testläufer ausgewählt. Der Schuh kam pünktlich und so stand dem Einsatz nichts mehr im Wege.

Der Bauart nach ziehen wir zum Vergleich den T7 Racer heran, da der auch in Punkto Gewicht dem Mach13 entspricht. Die beiden Schuhe haben aber eben andere Einsatzgebiete. Erstmal ein paar Fakten: 184g, stark nach oben gebogene Form (Leisten), schmale Passform, 5 Spikes mit 6mm, Wettkampfschuh und aggressives Design. So wie im T7 Racer, sucht man im Mach13 vergeblich nach Dämpfung. Das bedeutet im Wesentlichen, dass man auf Distanzen >3000m darauf trainiert sein sollte. Stichwort: Vorfuß-/Mittelfußlauf oder Natural Running. Dafür bekommt man aber sehr viel Dynamik und ein direkteres Gefühl für den Untergrund. Beim Auspacken merkt man dann allerdings, wie leicht der Schuh wirklich ist. Im Wettkampf auf der Bahn hat eine Dämpfung dann auch wirklich nichts zu suchen. Beim Lauf über Wiesen und Felder ist der Untergrund deutlich weicher, als der übliche Asphalt oder die befestigten Wege, über die man läuft. Angezogen hat man das Gefühl, dass der Schuh sich perfekt an den Fuß schmiegt. Auch bei weniger schmalen Füßen, sollte die kompakte Passform keine Probleme bereiten.

Die 5 Spikes je Schuh lassen sich mit dem beigefügten Werkzeug bequem einschrauben und handfest ziehen. Danach sollte man den Schuh nicht mehr auf Fliesen, Steinböden oder Asphalt laufen. Eine kleine Strecke über eine Wiese zeigt, dass der Schuh sehr angenehm am Fuß sitzt und durch das geringe Gewicht nicht zur Last fällt. In der Zehenbox wurde zu Gunsten des Gewichtes auf Polsterung verzichtet, aber am Knöchel findet man eine leichte und ausreichende Polsterung. Am vierten und fünften Loch der Schnürung befindet sich eine Schlaufe, die bis zur Sohle weitergeführt wurde. Hier mit kann man den Sitz des Schuhs im Mittelfußbereich individuell anpassen.

Laufverhalten

Am Tag des Crosslaufs geht es zunächst zum Einlaufen auf die Aschebahn im Stadion. Von hier aus wird auch gestartet. Bei kurzen Tempoläufen mit schnellem Antritt bekommt man eine Idee dafür, was die Spikes bewirken. Irgendwie geht keine oder zumindest nur sehr wenig Energie auf diesem Belag verloren. Nach dem Startschuß nehmen wir uns Zeit für eine Einführungsrunde mit reduziertem Tempo. Der Streckenverlauf weist einige Abweichungen zur Vorjahresstrecke auf, die aber positiv zu bemerken sind. Fünf Runden mit ca. 1400m sind bewältigen und ein Reststück im Stadion. Die Runden bestehen zu ca. 1000m aus Wiese und zu ca. 400m aus Laufbahn. Einige Passagen auf der Wiese sind mit knackigen Anstiegen versehen. Andere Passagen sind durch den Regen der letzten Tage recht schlammig. Vorzugsweise in spitzen Kurven oder absichtlich eingebauten Schlenkern. Auf den feuchten Wiesen und besonders an den Anstiegen merkt man das erste große Plus.

Brooks Mach 13   Brooks Mach 13

Der Mach13 verschenkt keinen Zentimeter und hält den Fuß dort, wo man ihn hinsetzt. Während des ganzen Laufs kam nie das Gefühl auf am Anstieg zu rutschen. Hier kann man seine Kraft effizient nutzen. Besonders in zwei spitzen Kurven haben die Teilnehmer mit ”normalen” Laufschuhen Probleme. Abbremsen und neu Fahrt aufnehmen heißt es hier. In der zweiten Runde wurde besonders das Kurvenverhalten getestet. Nahezu ungebremst geht es durch die Kurve und man erhält das gleiche Resultat wie an den Anstiegen: die Frisur hält! Man hat fast das Gefühl, als wenn man über trockene Wiese läuft, wenn der matschige Boden nicht so stark nachgeben würde. Minimales Verrutschen, aber nie das Gefühl wegzurutschen und den Halt zu verlieren. Die Spikes leisten eine sehr gute Arbeit. Nach fünf Runden ist der Lauf vorbei und man kann froh sein, wenn man diesen Schuh gewählt hat. Kein Kraftverlust durch rutschende Schuhe oder Schlimmeres durch wegrutschen in Kurven.

Design

Beim genaueren Betrachten des Schuhs muss man dringend noch ein paar Worte zum Design verlieren. Der Name Speed Dragon spiegelt sich im bissigen Design des Schuhs wieder. Auch wenn es letztendlich nicht entscheidend für den Verlauf des Wettkampfs ist, gibt das Design doch dem einen oder anderen Läufer einen Motivationsschub. Das Obermaterial wird dominiert von rot-schwarzer Drachenhautoptik. An der Spitze des Schuhs findet man eine Kappe aus lederartigem Kunststoff, der einer Drachenhaut nachempfunden ist. Auf der Innensohle des Schuhs ist eine asiatischer Drache abgebildet. Auf der Außensohle unter dem Schuh findet man den Schriftzug ”Featherlight” und ”Go Baby Go”, was ganz im Geiste des Wettkampfs steht. Auf den orangfarbenen Schuhspitzen ist neben dem Brooks-Logo noch links ”Est.” und rechts ”1914” zu sehen. Wirklich nette Details.

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Fazit

Mit einer UVP von 79,95 EURO im Brooks Online Shop findet man den Mach13 im mittleren Preissegment. Jedoch zieht kaum ein Schuh die Blicke auf sich, wie der Mach13. Crosscountry ist insgesamt ein eher kleines Marktsegment. Im Einsatz zeigt der Schuh dann, dass er nicht nur ein ausgefallenes Design hat, sondern dass auch die Technik und die Verarbeitung stimmt. Ob das langfristig so ist, zeigen die weiteren Tests.

Offene Punkte

Für die nächsten Wochen werden wir den Mach13 auf Tartan testen und versuchen, was passiert, wenn man den Schuh ohne Spikes auf der normalen Laufstrecke benutzt.

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