Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

runphones 00Ich habe jetzt schon einige Kopfhörer in der Hand oder besser im oder am Ohr gehabt. Die RunPhones des US Herstellers Acoustic Sheep verfolgen allerdings ein ganz spezielles Konzept: Lautsprecher, welche in ein Stirnband eingearbeitet sind. Ob das funktioniert, habe ich ausprobiert. [B]

 

 

 

 

Kurzprofil Acoustic Sheep

Die in Erie, Pennsylvania, ansässige Firma Acoustic Sheep LLC wurde 2007 von Dr. Wei-Shin Lai und ihrem Mann Jason Wolfe gegründet. Zunächst entwickelte man die heutigen SleepPhones. Es sollte eine Alternative zu „unbequemen und viel zu großen Kopfhörern“ geschaffen werden. Dr. Wei-Shin Lai brauchte Entspannungsmusik, um abends besser einschlafen zu können. Das erste Modell glich eher einem Kopftuch, aber langsam wurde daraus die heutige Form des Stirnbands abgeleitet. Zu den SleepPhones, welche als bequeme Einschlafhilfe und zur Nutzung im Alltag gedacht waren, gesellte sich 2010 die erste Version der RunPhones. Heute gibt es neben der kabelgebundenen Versionen auch die Bluetooth-Varianten beider Modelle und je eine Variante mit (im Kabel) eingebautem Mikrofon.

Was ich getestet habe

Aus dem britischen Vertriebsbüro wurden mir kabelgebundene RunPhones Classic zum Test zur Verfügung gestellt. Geliefert wird erwartungsgemäß ein Stirnband mit integrierten Lautsprechern. Dieses kann per Kabel und einem herkömmlichen kleinen (3,5mm) Kopfhöreranschluß an gängige MP3-Player und SmartPhones angeschlossen werden. Das Kabel ist mit etwa 1,1m ausreichend lang. Der Stecker ist vergoldet, so dass dieser nicht so anfällig gegen Umwelteinflüsse ist.

runphones 01

Die RunPhones unterscheiden sich technologisch nicht von den SleepPhones. Ein Stirnband mit Kopfhörer-Lautsprechern. Das Stirnband ist als Schlauch genäht und die Lautsprecher werden lose in diesen Schlauch eingeschoben. Allerdings umgibt die Lautsprecher ein quadratischer Stoff (im Bild rot und grün), der dafür sorgt, dass die Lautsprecher an der Position bleiben, an die ich sie gebracht habe. Das graue Stoffquadrat stabilisiert die Stelle, an der die Kabel für die beiden Kanäle getrennt werden.

runphones 02 runphones 03

Der Stoff ist ein atmungsaktives Polartec® Gewebe. Dieses ist zu dem noch sehr leicht. Es gibt die RunPhones auch als Winter-Edition. Dann besteht das Stirnband aus Polartec®, ebenso wie die eigentlichen SleepPhones.

In der Praxis

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht wirklich der ideale Stirnbandnutzer bin. Aber ich mag es einfach an warmen Tagen etwas mehr Kühlung am Kopf zu haben, wie es eine Cappy bieten kann. Ebenso mag ich den Schutz gegen Schweiß, der ins Gesicht und damit in die Augen laufen kann. Unangenehme Sache, wenn's passiert.

Stirnband

Das Stirnband oder auch Headband, wie es gerne auch genannt wird, macht zunächst keinen Unterschied zu den Modellen ohne Lautsprecher. Es ist an der Stirn mit etwa 4cm etwas schmaler als am Hinterkopf (6cm). Den Schlauch kann man hinter per Klettverschluss öffnen und schließen. Der Stoff ist extrem leicht und sieht aus, wie ein Funktionsshirt. Dabei ist er elastisch und kann sich so etwas an die Kopfform anpassen. Es gibt das Band in drei verschiedenen Größen.

runphones 12 (c) Acoustic Sheep LLC

Lautsprecher

Herzstück der RunPhones sind allerdings die Lautsprecher. Diese sind in einen quadratischen Stoff eingearbeitet. Der Stoff sorgt dafür, dass die Lautsprecher nicht verrutschen und an der Stelle bleiben, wo sie am besten auf meinen Ohre liegen. Die Lautsprecher überleben Schweiß und Regen, klingen im nassen Zustand aber eigenartig. Die Membrane des Lautsprechers kann sich nicht mehr frei bewegen. Man sollte die Lautsprecher auch nicht zu lange unter Wasser halten, also wirklich in ein Gefäß mit Wasser. Das könnte sie möglicherweise beschädigen. Aber von der üblichen Feuchtigkeit erholen sie sich nach dem Trocknen wieder. Das würde das Prinzip der RunPhones auch ziemlich über den Haufen werfen, wenn diese empfindlich gegen den üblichen Schweiß wären.

Der Klang ist erstaunlich gut. Nicht ganz so gut wie bei meinen InEars, aber dafür ist der Einfluß des Windes sehr gering. Dadurch, dass das Stirnband die Ohren nicht komplett verschließt, ist man nicht ganz isoliert von Außengeräuschen. Das werte ich mittlerweile als Vorteil. Ein ausgewogenes Maß an Bässen und Höhen macht den Klang für mich rund. Der Klang ist nicht perfekt, dafür haben die RunPhones aber andere Vorteile.

Tragekomfort

Hier haben die RunPhones ganz klar die Nase vorne, wenn man kein Problem damit hat ein Stirnband zu tragen. Sie sitzen so bequem, dass man sie kaum spürt und auch die Lautsprecher sind so eingearbeitet, dass man sie nicht spürt. Selbst bei langen Läufen konnte ich keine Probleme mit unangenehmen Druckstellen oder sonstigen Problemen feststellen. Auch die beschriebenen Klangverschlechterung durch Schweiß konnte ich nicht feststellen.

Das Kabel wird hinten aus dem Stirnband herausgeführt. Von da an wird es wie jedes andere Kopfhörerkabel über oder unter den Textilien weiter zum MP3-Player oder Smartphone geführt. Das Kabel hat ein Länge von etwa 1,1m und ist mit einem Stoff ummantelt, der es reißfester macht.

Reinigung

Nun kommt es ja zwangsläufig dazu, dass das Stirnband gewaschen werden muss. Hierzu kann man die Lautsprecher inklusive aller Kabel aus dem Stirnband entfernen und es in die Waschmaschine geben. Nach dem Trocknen des Stirnbandes werden die Lautsprecher einfach wieder durch die Öffnung in den Schlauch des Stirnbandes geschoben und an die individuell optimale Stelle gebracht. Einfacher geht es kaum.

Meine Meinung

Die RunPhones von Acoustic Sheep sind auf jeden Fall mal wieder ein überraschendes Produkt, das ohne viel Schnickschnack auskommt. Wenn ich mir jetzt vorstelle, die Bluetooth-Variante einzusetzen, hätten die RunPhones alles, was ich von einem Sportkopfhörer erwarte. Beim Klangbild ist das alles etwas abhängig vom bevorzugten Musikstil, aber grundsätzlich braucht sich dieser nicht hinter preislich vergleichbaren InEars oder OnEars zu verstecken.

Im Onlineshop von Acoustic Sheep bekommt man die RunPhones Classic ab 39$ (in Deutschland ab 32€), die RunPhones Microphone (Mikrofon im Kabel) ab 59$ (in Deutschland ab 49€) und die RunPhones Wireless (Bluetooth) ab 99$ (in Deutschland ab 79€). Die Classic Variante stellt eine gute Alternative zum konventionellen Kopfhörerdesign dar und ist auch preislich eine Überlegung wert.

 

Ich bedanke mich bei Acoustic Sheep/RunPhones dafür, dass man mir die RunPhones Classic zurm Testen zur Verfügung gestellt hat.

 

 

profil 20160400 600px Ich bin Matthias und Autor & Gründer von runHerne. Seit 2010 habe ich das regelmäßige Laufen für mich wiederentdeckt. Auf runHerne berichte ich über Events und Produkte rund um die Themen Laufen, Fitness und Crossfit. Meine Laufrunden befinden sich mitten im Ruhrgebiet. Bei meinen Produkttests halte ich mich an den Blogger Relations Kodex.
Wenn Dir meine Berichte gefallen, kannst Du gerne auch auf Facebook, Instagram, Twitter oder per Newsletter mit mir in Kontakt bleiben.
blogger kodex

Hier kannst Du den Beitrag ganz einfach teilen!

Kommentare   

0 # Schluppenchris 2015-10-21 20:03
Klasse Test. Aus rein beruflicher Sicht möchte ich meinen was das ein Schwachsinn ist. Aus der sportlich funktionellen Sicht ein cooles Dingsbums.
Kann man die Schallwandler heraus nehmen und das headband waschen?
Antworten

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren