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20150418 plantronics bbf 05Sind bei euch auch immer die Kabel der Kopfhörer im Weg? Bei Laufen, im Gym oder bei den Kraftübungen, hängen die Kabel immer genau da, wo sie nicht hingehören. Plantronics hat mit dem BackBeat FIT eine weitere Lösung für dieses Problem auf den Markt gebracht. Per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, kann man den Kabelsalat getrost vergessen. Ob es wirklich die Lösung ist, lest ihr hier. [M]


 

 

 

Über Plantronics

Gegründet wurde Plantronics bereits 1961 in Santa Cruz, Kalifornien. Die beiden Firmengründer Graham und Larkin suchten nach einer Altenative für die herkömmlichen Pilotenheadsets und entwickelten ein federleichtes Headset. Die nächste große Entwicklung war das Headset, welches mit dem ersten bemannten Raumflug zum Mond flog und die berühmten Worte übertrug. Mittlerweile beschäftigt Plantronics ca. 3000 Mitarbeiter in 19 Ländern und ist and er Börse notiert.

1983 entwickelten sie die ersten CallCenter Headsets. In den 90er Jahren brachte Plantronics dann die ersten InEar Modelle auf den Markt und 2005 das erste kabellose Headset mit Bluetooth Technologie.

2012 kam das erste Bluetooth Headset von Plantronics auf den Markt, dass auch für den Sport geeignet war: das BackBeat GO. Damals schon mit Mikrofon zum Telefonieren, aber noch als reine InEars (verbunden durch ein Kabel mit Antenne und Lautstärkeregler).

2014 kam der BackBeat FIT auf den Markt, der besonders für sportliche Aktivitäten mit hoher Dynamik mehr Tragekomfort und Halt bieten sollte.

 

Was ich getestet habe

Plantronics ist eigentlich bekannt für Headsets im Telekommunikationsbereich, also bei herkömmlichen Telefonen, Bürotelefonen und Smartphones. Seit 2012 produzieren sie aber auch Headsets für den Fitnessbereich. Dazu zählen neben den BackBeat GO auch die BackBeat Fit, welche ich aktuell im Test habe.

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In der Verpackung befindet sich neben dem Kopfhörer ein Ladekabel (ohne Netzteil) und eine Aufbewahrungstasche. Das Ladekabel kann an herkömmlichen USB-Anschlüssen am Handynetzteil oder am Computer genutzt werden. Der Anschluss am Kopfhörer ist etwas versteckt unter einer kleinen Abdeckung. Die Tasche kann man entweder zur Aufbewahrung benutzen oder, wenn man sie auf Links dreht, verwandelt sie sich in einen Armgurt. Dieser kann benutzt werden, um während des Sports das Smartphone aufzubewahren. Nette Idee. Bis 5,5 Zoll Displaygröße, sollte man sein Smartphone bequem in die Tasche bekommen. Es fehlt zwar ein transparenter Bereich, mit dem man den Touchscreen bedienen könnte, aber die Funktionen des Musicplayers lassen sich über die Bedienelemente des BackBeat Fit erreichen.

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Hören von Musik ist eine Sache, aber auch an die Funktion des Telefonierens wurde natürlich gedacht. Sollte man während des Sports das Bedürfnis haben zu telefonieren, genauer gesagt ein Gespräch anzunehmen, kann man dies per Knopfdruck am Headset tun.

Im Wesentlichen besteht der Kopfhörer aus den InEars (Kopfhörer, welche ins Ohr gestecktwerden), welche ich gleich aber noch etwas genauer beschreiben werde, und einem Bogen, der die Ohrbügel hinter dem Kopf verbindet. Die InEars werden leicht schräg ins Ohr gesteckt und sind ein wenig spitz und nicht einfach rund, wie man es von den meisten anderen Modellen kennt. Der gelbe Teil des InEars, welcher ins Ohr gesteckt wird, lässt sich leicht drehen und kann der individuellen Ohrform angepasst werden. Hinten ist an diesem Teil noch ein kleiner flexibler Bügel angebracht, welcher noch mehr Halt im Ohr bietet. Zusätzlich werden sie über einen Bügel am Ohr befestigt, der über dem Ohr verläuft. Beide Lautsprecher werden durch einen flexiblen Bügel verbunden, der hinter dem Kopf entlanggeführt wird.

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Oberhalb der Play/Pause Taste
ist der Lautstärkeknopf
 
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  Zum Laden und Update
dient der USB-Anschluss
- zum Vergrößern anklicken -

An den beiden Lautsprechereinheiten sind Bedienelemente angebracht, mit denen man entweder den Musicplayer bedient oder die Telefonfunktionen des Smartphones. Mit der großen Taste am linken Lautsprecher kann man entweder den aktuellen Titel pausieren oder zum nächsten/vorherigen Titel springen. Das sollte man vor dem ersten Lauf aber ausprobieren, da das Vor- und Zurückspringen bei den unterschiedlichen Playern auf iOS oder Android eventuell gar nicht oder anders funktioniert. Auf der rechten Seite kann man das Telefongespräch entgegennehmen oder beenden. Auf der linken Seite befindet sich noch ein kleinerer Taster, mit dem man die Lautstärke sowohl der Musik, als auch des Telefonats verändern kann. Ein kurzer Druck erhöht die Lautstärke, langes Drücken vermindert die Lautstärke. An der rechten Seite befindet sich der An- und Ausschalter.

In der Praxis

Vor dem Einsatz

Um den BackBeat Fit zu nutzen, sollte man ihn zunächst etwas aufladen. Leuchtet der Ring um die große Taste an dem Lautsprecher mit dem USB-Anschluss rot, ist der Fit nicht vollständig geladen. Sobald er vollständig geladen ist, leuchtet dieser Ring blau.

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Auch für die ersten Schritte empfehle ich das Headset aufzusetzen. Nach dem Einschalten erfolgen nämlich verschiedene Ansagen in leicht verständlichem Englisch, sobald eine Funktion gewählt wird. Direkt nach dem Einschalten wird z. B. der Akkustand angesagt und ob das Headset mit einem anderen Gerät verbunden ist. Letzteres ist beim ersten Betrieb natürlich nicht der Fall.

Da der BackBeat Fit die Verbindung zum Smartphone per Bluetooth aufbaut, muss ich die beiden Geräte zunächst pairen (verbinden). Das geht ab Bluetooth 3 problemlos.

Sobald beide Geräte verbunden sind, wird das im Kopfhörer angesagt. Je nach Betriebssystem des Smartphone und installierter Musik-App, muss ich diese entweder zunächst starten oder ich starte direkt das Abspielen der Musik. Hat man immer ein feste Playlist, ist das direkte Abspielen kein Problem, ansonsten wählt man diese zuvor aus. In beiden Fällen kann man das Smartphone jetzt an einem sicheren Ort verstauen, wie z. B. dem mitgelieferten Armgurt. Die Entfernung der beiden Geräte sollte 10 Meter nicht überschreiten (z. B. im Fitness-Studio) und könnte auch kürzer sein, falls der Akku nicht voll geladen ist.

Die mitgelieferte Tasch fasst Smartphones bis zu einer Gehäuselänge von 14,2cm. Dann wird es aber auch schon knapp. Ich bekomme den Reißverschluß der Tasche noch so eben zu. Immerhin ist in der Tasche noch Platz für meinen Haustürschlüssel, so dass ich diesen auch noch sicher aufbewahren kann. Damit der Schlüssel nicht am Glas des Smartphones kratzen kann, gibt es ein kleines Innenfach.

Hat man das Smartphone verstaut, kann man über die linke Taste das Abspielen der Musik starten und loslaufen. Über den großen Taster am linken Kopfhörer kann bequem zum nächsten oder vorherigen Titel gewechselt werden. Der kleinere Taster am gleichen Kopfhörer regelt die Lautstärke. Nach kurzer Zeit hatte ich mich an die Bedienung gewöhnt und man kann die Funktionen mit einfachen Bewegungen erreichen, ohne das Smartphone herausholen zu müssen oder gar anzuhalten.

Tragekomfort

20150418 plantronics bbf 04Das Tragen der Kopfhörer ist sehr angenehm und der Sitz im Ohr ist sehr gut. Im Bild kann man sehr gut den Bügel mit der Antenne erkennen, der am Hinterkopf verläuft.Dieser ist recht starr und wackelt nicht hin und her. Nach ein paar Schritten hatte ich mich daran gewöhnt und später gar nicht mehr wahrgenommen. Interessant ist auch zu erfahren, welche Erfahrungen die Damenwelt mit Ponytail damit gemacht hat, so wie z. B. Din in ihrem Bericht.

Wie bei jedem meiner InEars ist auch beim BackBeat Fit das Tragen nach mehr als zwei Stunden im Ohr spürbar. Falls euer Ohr nicht so empfindlich ist, stellt sich dieses Gefühl eventuell erst später ein. Es ab keine Situation, in welcher der BackBeat aus dem Ohr gefallen wäre. Die Bügel am Ohr sorgen dafür, dass hier Nichts verrutscht. Der Bügel im Nacken, der flexibel mitschwingt, fiel bei meinen Tests nicht unangenehm auf.

Klang und Außengeräusche

Man kennt eigentlich von den InEars, dass man sicher von Außengeräuschen abgeschirmt ist. Das finde ich allerdings nicht immer von Vorteil, gerade wenn man in der Stadt läuft. Bei mir führt das dazu, dass ich die Musik einfach nicht so laut mache – was für manche Aktive aber keine Alternative ist. Beim BackBeat gelangen trotz sehr gutem Klang immer noch ausreichend viele Außengeräusche ins Ohr, so dass man seine Umwelt wahrnehmen kann. Man bekommt eindeutig mit, wenn sich ein Auto, Fahrrad oder Hund nähert. Auch wenn man von jemandem angesprochen wird, muss man in der Regel nicht erst den Kopfhörer aus dem Ohr nehmen. Durch die leichte Bedienung muss man das sowieso nicht, da man die Musik mit einem einfachen Knopfdruck pausieren kann.

Der Klang der Lautsprecher ist sehr gut. Die meisten meiner InEars sind klanglich nicht so gut abgestimmt und bringen entweder zu wenig druckvollen Bass oder zu wenig klare Höhen. Der BackBeat verliert sich nicht in den mittleren Tonfrequenzen, sondern bringt klar definierte Höhen und saubere Bässe. Diesen direkten Vergleich habe ich zuhause durchgeführt, da die Außengeräusche beim Laufen diesen objektiven Eindruck verfälschen. Im Einsatz muss jeder für sich entscheiden, ob er abgekapselt den unverfälschten Klang möchte oder auf Nummer sicher geht und das notwendigste von der Umwelt wahrnehmen möchte.

Technisches

In meinen Tests habe ich auch ein Smartphone mit Bluetooth 3 eingesetzt. Offiziell wird erst die Version 4.0 (Bluetooth Smart) unterstützt. Eventuell ist das der Grund dafür, dass die Titel aus der Playlist nicht durchgängig gespielt wurden. Ich musste nach fast jedem Titel den Musicplayer mit der Taste am Kopfhörer wieder starten. Pairing und grundsätzliche Benutzung unter Bluetooth 3 waren kein Problem, aber eben das kontinuierliche Abspielen. Wie gesagt: offiziell wird erst die Version 4 von Bluetooth unterstützt.

Die Headset Funktion fürs Telefonieren ist gut, und wird auch von anderen Sportkopfhörern unterstützt. Wird man während des Laufens angerufen kann man den Anruf per Tastendruck entgegennehmen ohne das Smartphone aus der Tasche nehmen zu müssen. Die Sprachqualität ist gut und wenn es nicht zu windig ist, kann der Gesprächspartner alles gut verstehen. Ich kann natürlich auch mit meinem Smartphone ein Gespräch beginnen. Dazu muss ich das Smartphone allerdings in die Hand nehmen und die Nummer wählen/auswählen. Woher soll der BlackBeat auch wissen, wen ich anrufen will. Ich nutze diese Funktion beim Sport allerdings nur sehr selten.

Die Akkulaufzeit im Standby kann ich nicht beurteilen, da ich den BackBeat FIT regelmäßig im Einsatz habe und daher auch aufladen muss. Im Schnitt muss ich das Headset nach etwa 8 Stunden aufladen, wenn ich ihn mit dem Smartphone zum Musikhören benutzt habe. Da das Headset den Ladestand beim Einschalten ansagt, kann man sich gut orientieren, wann der nächste Ladevorgang nötig ist.

Meine Meinung

Unterm Strich ist der BackBeat Fit ein Sportkopfhörer, der mich überzeugt. Die gute Tonqualität und der sichere Sitz ließen ihn für mich schnell zu einem gern genommenen Trainingsequipment werden. Plantronics hat hiermit den Sport- und Fitnessbereich gefunden. Qualität in Ton und Ausstattung bilden ein hochwertige Einheit. Die Funktionen sind gut durchdacht und lassen sich über eine einfache Bedienung erreichen.

Geschenkt gibt’s den Plantronics BlackBeat FIT leider nicht, aber im Vergleich zu anderen Bluetooth Headsets ist der Preis von rund 90,- EURO (online) wenig überraschend. Plantronics vertreibt den BackBeat FIT nicht selbst, daher kann man beim Kauf den Händler seines Vertrauens beglücken.

 

Ich bedanke mich bei Plantronics dafür, dass ich den BackBeat FIT testen und vorstellen durfte.

Profilfoto Ich bin Matthias und Autor & Gründer von runHerne. Seit 2010 habe ich das regelmäßige Laufen für mich wiederentdeckt. Auf runHerne berichte ich über Events und Produkte rund um die Themen Laufen, Fitness und Crossfit. Meine Laufrunden befinden sich mitten im Ruhrgebiet. Bei meinen Produkttests halte ich mich an den Blogger Relations Kodex.
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Kommentare   

+2 # Din 2015-09-19 18:51
Ich trage meine auch immer noch regelmäßig und kann sie ebenfalls nur wärmsten weiterempfehlen .
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0 # Sebastian 2015-09-21 13:21
Hallo Matthias,

schöner und ausführlicher Bericht! Das Wahrnehmen von Außengeräuschen finde ich sehr wichtig und ich finde, dass dieser Punkt bei den meisten Sportkopfhörern (InEar) zu kurz kommt. Es ist immer ein Kompromiss aus Sicherheit und Klang. Fred erzählte mir neulich von Kopfhörern bei denen die Umgebungsgeräus che eingemischt werden. Das klang - zumindest in der Theorie - recht interessant.

Grüße
Sebastian
Antworten
0 # Florian 2015-09-22 14:41
Sehr schöner Testbericht über die Kopfhörer. Kann mich deiner Meinung da nur anschließen. Hatte mir die gleichen (in blau) selbst vor ein paar Monaten gekauft.

Grüße Florian
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