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led lenser neo 00Seit dem Herbst habe ich einige Stirnlampen in der Hand gehalten und auch ausprobiert. Dank Amazon konnte ich diese ein paar Tage testen. Im Segment bis um 30 Euro waren einige brauchbare dabei. Das letzte Testmodell schickte ich zurück, als mir die LED Lenser NEO zum Test angeboten wurde. Wie mich die NEO durch die dunkle Jahreszeit gebracht hat, lest ihr hier. [B]

 
 
 
 

 

Kurzprofil LED Lenser

LED Lenser ist eine Marke der Zweibrüder Optoelectronis GmbH & Co. KG aus Solingen. Dass aus Solingen gutes Edelmetall herkommt, weiß man ja. 1994 gründeten die Zwillingsbrüder Harald und Rainer Opolka die Firma Zweibrüder Optoelectronics. Aus einer Werkstatt in einer Garage entwickelte sich bis heute ein Unternehmen, dass sein Sortiment an Taschenlampen und Stirnlampen mit über 1000 Mitarbeitern an drei Produktionsstandorten herstellt. Von Einsteigermodellen bis zu HighPerformance Modellen, wie die Taschenlampen der X Serie oder die Stirnlampen der XEO Serie, bieten die Solinger eine breite Palette an Geräten auf diesem Sektor. Weitere Infos zum Unternehmen findet man hier.

Was wir getestet haben

In diesem ersten Test von LED Lenser Produkten habe ich die auf Läufer zugeschnittene NEO getestet. Selbst bei den leichten Modellen packen die Solinger Entwickler die Energiequelle der Lampen in ein Extrafach. Diese werden entweder in einer Tasche am Gürtel oder Hosenbund getragen oder an der Rückseite des Stirnbandes angebracht. Letzteres ist bei der NEO der Fall.

 

Zum Vergrößern könnt ihr die Bilder anklicken!

 

 

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Das vordere Element mit der Lampe wird zweckmäßigerweise an der Stirn getragen und ist innen mit einem weichen Polster versehen, so dass es keine unangenehmen Druckstellen hinterlässt. Das Stirnband wird vorne von dem Lampenelement zusammengehalten und kann seitlich in der Größe verstellt werden, so dass man es an den Kopfumfang anpassen kann. Das Band sollte bequem aber nicht zu locker eingestellt werden. Im Herbst und Winter lässt sich die Lampe am Besten über einer Mütze oder einem ähnlichen Kopfschutz (z. B. Multifunktionstuch als Piratentuch oder Stirnband) tragen. Gerade bei langen Läufen lassen sich gewisse Druckstellen nicht mehr vermeiden – auch nicht von den noch leichteren Modellen.

Das Lampengehäuse, die Kabel und das Batteriefach „Schutz gegen allseitiges Spritzwasser“ (IPX4), dazu zähle ich leichten bis mittleren Regen und Schweiß.

Die Stirnlampe kann in vier Modi betrieben werden: max. helles Licht (90 lm, 10 Meter, 100 Stunden), max. helles Licht mit blinkendem Rücklicht, mittelhelles Licht mit blinkendem Rücklicht und blinkendes Frontlicht mit blinkendem Rücklicht. Zu den anderen Modi habe ich leider keine Angaben gefunden, allerdings wird bei mittelhellem Licht die Lebensdauer der Batterien länger sein.

In der Praxis

Um die Batterien einzulegen, muss man nur das grüne Kunststoff etwas zur Seite biegen. Es ist weiches Gummi, daher hat man hier keine Probleme. Wenn die Batterien drin sind, einfach wieder zurechtbiegen und fertig. Ich erwähne das deshalb, weil andere Modelle teilweise abenteuerliche Verschlüsse hatte, die man nur nach eingehendem Studium der Bedienungsanleitung öffnen oder schließen konnte.

Hat man dann die Weite des Gurtes richtig eingestellt, kann es auch schon losgehen. Die Lampe kann in einem der vier oben genannten Modi betrieben werden. Ich bin an den Stellen, wo es richtig dunkel war gut mit dem mittelhellen Licht und blinkendem Rücklicht ausgekommen. Der Lichtkegel hat etwa einen Öffnungswinkel von 150° und wird von dem Reflektor im Verhältnis 16:9 ausgeworfen. Für mich zeigte sich das in einem breit ausgeleuchteten Bereich vor mir. Was man hier hätte evtl. noch machen können, ist den Reflektor mit der LEDs kippbar zu machen. Dieser ist fix und man kann das beleuchtete Feld nicht näher an die eigene Position bringen oder eben weiter weg. Man kann es aber auch ein wenig durch Verschieben nach oben oder unten an der Stirn justieren. Insgesamt hatte ich aber nicht den Eindruck das beleuchtete Lichtfeld stärker korrigieren zu müssen, da es schon ziemlich gut eingestellt war. Wie schon erwähnt, bin ich sogar mit dem mittelhellen Licht ausgekommen. Da man den Kopf beim Laufen recht wenig bewegt, bewegt sich auch der helle Bereich angenehm wenig. Zu dem ist die Lampe am Kopf, so dass der helle Bereich sowieso immer im Sichtfeld ist.

Ich hatte mich nach ein bis zwei Läufen an die Lampe gewöhnt und das zusätzliche Gewicht am Kopf hat nicht weiter gestört. Erste Bedenken, weil die Batterien am Hinterkopf zu tragen sind, waren schnell ausgeräumt. Anfangs dachte ich, dass ein weiterer Gurt mitten über den Kopf, besser gewesen wäre. Der Gurt sitzt aber auch so fest genug.

Durch mehrfaches Drücken kann man den Leuchtmodus ändern. Im ersten Modus leuchte die Lampe mit maximaler Helligkeit dauerhaft. Bitte auf keinen Fall direkt in den Lichtstrahl schauen, den die LED erzeugt. Der ist nämlich schon verdammt hell. Im zweiten Modus bleib das hellst Frontlicht und die kleine rote LED am Batteriefach hinten kommt blinkend. Ich muss allerdings zur hellsten Stufe sagen, dass ich diese nicht eingesetzt habe. Das Licht war dann so hell, dass ich das Gefühl hatte, einen kompletten Wald ausleuchten zu können.

Der dritte Modus mit dem weniger hellen Licht war also in den meisten Fällen im Einsatz. Hier ist auch die blinkende rote LED dabei. Auch wenn LEDs recht sparsam sind, ist dieser Modus noch mal stromsparender. Läuft man an einer beleuchteten Straße, hilft das Licht den Untergrund besser zu erkennen. Läuft man auf einer komplett dunklen Strecke, konnte ich in diesem Modus absolut alles erkenne. Jetzt könnte man, so wie ich es auch tat, die Frage stellen: "Warum soll ich in der Stadt eine solche Lampe tragen?" Die Reaktion der anderen Fußgänger und der sonstigen Verkehrsteilnehmer hat mir aber gezeigt, dass meine Lampe einiges mehr an Aufmerksamkeit erreicht hat. Auffällige Kleidung im Herbst und Winter ist ja eine Art Steckenpferd von mir. Die Lampe hat das Ganze aber noch mal auf einen anderen Level gebracht. Abgesehen von Autos, fahren ja z. B. auch Radfahrer im Idealfall im Dunkeln mit Licht. Auf einer normal beleuchteten Straße wäre das vielleicht nicht nötig, um etwas zu sehen, aber um gesehen zu werden. Und damit meine ich nicht nur das Rücklicht.

Die 3xAAA Batterien habe ich im Testzeitraum nicht vollkommen entleert bekommen. Die Lebensdauer für den mittelhellen Modus ist leider nicht angegeben, so dass ich hierzu keine genauen Angaben manchen kann. Eine lohnenswerte Anschaffung für Viel-Dunkelläufer wären aber sicher passende Akkus. Die schonen den Geldbeutel und die Umwelt.

Unsere Meinung

Die LED Lenser NEO kommt mit geringem Gewicht und vollkommen ausreichender Leuchtkraft. Für durchschnittliche LäuferInnen ist die Lampe bestens für den Einsatz im Herbst und Winter geeignet. Durch den geringen Stromverbrauch (mittlere Lichtstärke) muss man nicht ständig neue Batterien kaufen. Mit passenden Akkus, die man im Herbst und Winter einsetzt, kann man den Stromverbrauch optimieren. Für gerade mal 25 - 30 EURO bekommt man die LED Lenser NEO in den üblichen Online-Shops in verschiedenen Farben. In meinen Augen ein perfekt aufs Wesentliche reduziertes Einsteigermodell aus dem Hause Zweibrüder Optoelectronics aus Solingen.

 

Du trägst selbst eine Stirnlampe? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

 

Wir bedanken uns bei Zweibrüder Optoelectronix und Krauts PR dafür, dass wir die tolle LED Lenser NEO testen und vorstellen durften.

 


 

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