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tomtom multi cardioNach der Einführung der Runner hat TomTom diese interessante Basis an GPS-Sportuhr mit einem sehr interessanten Feature versehen: Pulsmessung am Handgelenk, also ohne Brustgurt! Zunächst war ich skeptisch, ob das zuverlässig klappt. Nach mehreren Monaten Test habe ich meine Erfahrungen mit der Uhr in diesem Bericht zusammengefasst. [B]

 

 

 

 

Was wir getestet haben

Die TomTom Runner ist eine GPS-Sportuhr, die speziell auf Läufer zugeschnitten ist. Zu der ursprünglichen Version haben wir schonmal einen Testbericht geschrieben. Die einfache Bedienung und der übersichtliche Aufbau der Anzeige machen sie für Anfänger bis zu fortgeschrittenen Hobbyläufern zu einem sinnvollen Equipment. Das Äußere der Runner hat sich nur unwesentlich verändert. Geblieben ist das fast quadratische Display mit schwarz-weißem Kontrast. Die Hintergrundbeleuchtung kann per Touchscreen aktiviert werden. Per Touchscreen lassen sich z. B. auch Runden manuell stoppen. Der quadratische Bedienknopf ist auch geblieben und bietet die Möglichkeit, schnell die gewünschte Funktion zu erreichen oder die benötigten Daten anzuzeigen. Das breite und weiche Kunststoffarmband ist wechselbar und kann im Shop in verschiedenen Farben nachgekauft werden. Die Ladestation mit USB-Anschluss ist gleichzeitig der Anschluss an den PC.

 

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Am MySports Forum (Web Portal von TomTom) wird auch kräftig gearbeitet. Hier sind ebenfalls einige neue Funktionen dazugekommen. Zum Beispiel Rundenzeiten, so weit von der Uhr erfasst, um nur mal Eine zu nennen.

Technisch wurde an vielen Stellen geschraubt und man hat mit Software-Updates Funktionen geändert oder hinzugefügt, was nachvollziehbar auf Anregung der Läufer und LäuferInnen geschehen ist. Es sind zwar immer noch ein paar Wünsche offen, aber es wird dran gearbeitet. Wichtigstes technisches Feature ist aber ganz klar die Pulsmessung am Handgelenk via MIO Sensor. Diesem AddOn habe ich mit Skepsis entgegen gesehen. Eine LED erzeugt grünes Licht an der Unterseite der Uhr. Dieses Licht wird benutzt, um den Blutfluss in den Gefäßen unter der Haut festzustellen. Damit kann der Puls ermittelt werden. Wie zuverlässig das klappt, sollten die Testläufe zeigen.

Wichtigste technische Neuerung ist aber ganz klar die Pulsmessung am Handgelenk via MIO Sensor. Diesem AddOn habe ich mit Skepsis entgegen gesehen. Zwei LEDs erzeugen grünes Licht an der Unterseite der Uhr. Dieses Licht wird benutzt, um den Blutfluss in den Gefäßen unter der Haut festzustellen. Damit kann der Puls ermittelt werden. Wie zuverlässig das klappt, sollten die Testläufe zeigen.

Hinweis: auf den Bildern könnte die TomTom teilweise nach einer Multisport aussehen. Das liegt daran, dass es eigentlich eine Multisport ist. Da ich aber keinen Triathlon mache, kann ich das Radfahren und Schwimmen nicht glaubwürdig testen. Ich beschreibe also nur die Funktionen, die ihr in der TomTom Runner Cardio finden werdet.

In der Praxis

Vor dem Lauf habe ich die Uhr konfiguriert und über das TomTom Portal MySports meine Herzfrequenzzonen eingestellt. Diese werden beim nächsten Synchronisieren auf der Uhr aktualisiert. Tipp: erzwingen kann man das, wenn man die Uhr für ein paar Sekunden aus der Lade-/Dockingstation nimmt und dann wieder reinstellt.

Anlegen sollte man die Uhr, laut TomTom, oberhalb des Handgelenkes, damit der Sensor per grüner LEDs den Blutfluss vernünftig bestimmen kann. Das ist notwendig, damit der Puls ermittelt werden kann. Aus diesem Grund muss die Uhr auch unbedingt direkt auf der Haut getragen werden. Im Winter kann man die Uhr also nicht über dem Ärmel des Longshirts oder der Jacke tragen. Für diesen Fall müsste man auf einen Brustgurt mit Bluetooth-fähigem Sensor zurückgreifen. Genau den Nachteil des Brustgurtes will ich mit der Uhr aber ausschalten. Also muss ich den Ärmel während des Laufens kurz hochschieben, um die Daten sehen zu können oder die manuelle Rundenfunktion zu nutzen.

Der zusätzliche Vibrationsalarm hilft mir zu erkennen, ob ich z. B. den gewählten Pulsbereich verlasse, ob ich zu schnell oder zu langsam laufe, ob ich mein Ziel (Distanz/Zeit/Kalorien) erreicht habe oder ob ich eine Runde (Zeit/Distanz) abgeschlossen habe. Den Signalton kann man mit aufgesetztem Kopfhörer schon mal überhören. Die Vibration habe ich bisher aber noch nicht verpasst.

 

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Die zwei wichtigsten Informationen kann ich mir am oberen Rand des Displays so einrichten, dass ich sie immer erkennen kann. Diese beiden Werte werden seit einem der letzten Updates auch so groß dargestellt, dass man sie gut lesen kann. Die anderen Werte werden groß auf dem Display dargestellt und können mit der Steuertaste durchgescrollt werden (hoch/runter). Steuere ich nach rechts, sehe ich Informationen zu meinem gewählten Trainingsziel, z. B. den Trainingsbereichen. Die TomTom zeigt hier an, in welchem Bereich ich mich gerade bewege. Ich sehe dann sofort, ob ich langsamer laufen sollte oder schneller. Möchte ich eine bestimmte Distanz laufen (Distanzziel), bekomme ich in einem Kreis dargestellt, wieviel ich von dieser Distanz schon erreicht habe. Zusätzlich bekomme ich bei 50%, 75% und 90% ein Signal (Ton + Vibration). Ebenso ist es möglich mit einem Zeitziel zu laufen, also wie lange ich laufen möchte.

 

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Ich habe die TomTom auch zusammen mit einem Bluetooth Smart (4.0) Sensor (Magellan) getestet, was ausgezeichnet funktioniert hat. Hier kann man dann den Herz-Sensor im Menü der Uhr auf "extern" Stellen und schon sucht die Uhr den Brustgurt. Dieser muss einmal den Bluetooth-üblichen Pairing-Vorgang durchlaufen (so nennt man das, wenn der Sensor der Uhr bekannt gemacht wird). Anschließend findet die Uhr den Sensor innerhalb weniger Sekunden (im Test weniger als 5 Sekunden).

Zeichnet man die Länge der Laufstrecke per GPS auf, muss man zunächst einen GPS-Fix bekommen. Das heißt soviel wie, dass die Uhr genug Satelliten mit ausreichender Qualität "sehen" und empfangen muss, um die Position genau genug bestimmen zu können. Das kann je nach Hersteller eine Weile dauern. Hält man den QuickFix der TomTom aktuell (das bedeutete bei mir, dass ich die Uhr spätestens nach zwei Tagen wieder an den PC anschließe), wodurch die wichtigsten Daten für die gerade beschriebene erste Positionsbestimmungen schon in der Uhr sind, meldet die Uhr nach maximal 15 Sekunden, dass man loslaufen kann. Sobald ich freie Sicht zum Himmel habe, geht es aber meistens schneller. Man darf natürlich nur die Zeit rechnen, wenn man das Haus verlassen hat. Im Haus oder in der Wohnung funktioniert GPS nicht oder nur mit einem sehr großen Positionsfehler und nur in der Nähe eines Fensters.

Ich habe die aufgezeichnete GPS-Strecke mit Luftbildern und OSM Karten verglichen und bin selbst in bewaldeten Abschnitten begeistert von der Qualität. Auch mit wenig Sicht zum Himmel kommt noch eine brauchbare Position heraus. In tiefen Häuserschluchten ist aber auch bei der TomTom Schluss. Hier zeigt die Karte dann im Extremfall an, dass man durch ein Haus gelaufen ist oder sogar durch den Garten hinter dem Haus. Lasst euch davon nicht irritieren, denn das ist der Nachteil von GPS. Eure Uhr ist nicht defekt, sondern der GPS-Empfänger und die damit verbundene Software kann aus den schlechten Satellitensignalen einfach keine bessere Position berechnen. Im Winter, wenn die Bäume wenig bis gar kein Laub tragen, tritt der Fehler im Wald oder Park weniger stark auf, als im Sommer.

Nach dem Lauf

Hat man die Daten erst mal aufgezeichnet, werden diese nach dem Lauf per Software auf den Computer übertragen. Hierzu nimmt man die Uhr aus dem Armband (es geht auch, wenn sie noch im Armband ist) und setzt sie in die Dockingstation. Die Dockingstation wird an den PC angeschlossen und die Uhr wird von der TomTom Connect Software erkannt. Jetzt werden die aufgezeichneten Daten aus der Uhr gelesen und erst in das TomTom Format und dann in die gewünschten Formate bzw. an die entsprechenden Portale übertragen. Gleichzeitig wird die Uhr geladen, da die Dockingstation auch die Ladestation ist. Ebenso führt die Software anstehende Updates an der Firmware (Software auf der Uhr) durch und aktualisiert die QuickGPSFix Daten (damit die Uhr beim nächsten Lauf schneller eine Position bestimmen kann).

 

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Zwar muss auch das TomTom eigene MySports Portal noch hier und da ein paar Features nachliefern, aber im Grunde findet man als SportlerIn hier die wichtigsten Informationen. Sogar der Bewegungssensor wird  ausgewertet, so dass man die Schritte pro Minuten sehen kann. Das ist ein nicht zu unterschätzender Wert unter der Vielzahl von Kennzahlen.

Wem das TomTom Portal zu wenig Informationen bietet, kann die Daten per GPX, TCX, FIT oder KML Format auch in ein anderes Portal importieren. Diese gängigen Formate sollten auch von eurem Portal unterstützt werden. Zu Portalen wie MapMyFitness/Run, RunKeeper, Strava, TrainingPeaks und Endomondo kann man die Daten direkt übertragen lassen. Jeder, so wie er es mag. Diese Formate werden in der PC-Software konfiguriert und werden nach dem Lauf beim Auslesen der Uhr entweder automatisch erzeugt oder direkt per an das Portal übertragen.

Meine Meinung

Die TomTom Cardio Runner ist eine gereifte GPS-Uhr für Einsteiger und Fortgeschrittene. Das ich nicht „aus“gereift schreibe ist, weil man sicher noch an den Features etwas nachreichen muss. Individuelle Trainings (z. B. Pyramidentraining oder variable Belastungs- und Entlastungszeiten) sind noch nicht programmierbar. Ebenso hätte ich mir die Aktivität „Freestyle“ vom Modell Multisport gewünscht, damit man auch sonstige Fitnessaktivitäten aufzeichnen kann. Und eine Autopausefunktion wäre auch nett, wenn wir schon mal dabei sind.

Dafür hat die TomTom aber einen von mir mittlerweile hochgeschätzten Vorteil: Pulsmessung ohne Brustgurt! Von seltenen (1 von 12 Läufen) Aussetzern abgesehen, wo der aufgezeichnete Wert plötzlich am Maximalpuls rangiert, lieferte die Uhr bei mir zuverlässige Werte. Eine korrekte Trageweise ist natürlich vorausgesetzt. Das Armband lässt sich nicht nur gut anpassen, sondern auf Wunsch kann man auch Wechselarmbänder in anderen Farben (kostenpflichtig) nachbestellen.

Im TomTom Online-Shop steht die TomTom Runner Cardio mit 269,- EURO UVP. Deutlich preiswerter habe ich sie auch woanders nicht gefunden. Die Armbänder liegen zwischen 25 und 30 EURO je Stück. Meiner Meinung nach ist die Messung des Puls über dem Handgelenk eine klasse Sache. Rein optisch macht die Runner einen dynamischen und modernen Endruck.

 

 

Wir bedanken uns bei TomTom und 100zehn PR dafür, dass wir die TomTom Runner (Multisport) Cardio testen durften.


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