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Teaser RTD2016Hast du es auch schon bemerkt? Bis in den späten Abend hinein noch im Sonnelicht zu laufen geht in diesen Tagen nicht mehr. Es wird früher dunkel und auch morgens möchte die Sonne nicht mehr so früh scheinen, wie in den Sommermonaten. Es wird Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie du sicher durch den Herbst und Winter kommst. Meine Tipps findest du hier. [M]

Was ich vorstellen möchte

Natürlich ist es cooler, in dunklen Klamotten zu laufen. Aber die meisten Hersteller bieten auch auffällige Textilien und Schuhe für den Herbst und Winter an. Ob jetzt als Schuh, Shirt, Pullover (½ ZIP), Jacke, Hose, Cap oder Zusatzlicht spielt hierbei keine Rolle.

Hinweis: ich möchte mich bei den Herstellern bedanken, die mir die Produkte zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben. In 2016 habe ich weniger Artikel angefragt und werde auch einige Produkte von meinem persönlichen Equipment zeigen. Hiermit möchte ich dieses Jahr dem Beigeschmack von Werbung für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Marke vorbeugen. Das Thema des Artikels soll klar im Vordergrund stehen!

Hinweis 2: einige Passagen habe ich aus den Artikeln der letzten Jahren übernommen, da sie immer noch gelten!

Meine Reviews zu den Produkten aus dem Video findest du hier (alphabethisch):

  • Alphawoolf Delta 2.0
  • CEP Socken
  • La Sportiva Helios 2.0
  • LED Lenser Stirnlampe
  • New Balance Vazee Pace
  • Salming Weste
  • Yankz Schnürsenkel

Wie ich das sehe

In den vergangenen Jahren (2011 - 2012 - 2013 - 2014 - 2015) habe ich recht ausführlich beschrieben, welche Möglichkeiten es gibt, mit einfachen Tipps in der dunklen Jahreszeit für andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar zu sein. Diese gelten natürlich in 2016 immer noch. Einige Punkte sind aber neu hinzugekommen. Die erkennst du an dem Hinweis [neu] hinter der Überschrift.

TIPP Nr. 1 – Vergiss cool und mach Dich sichtbar!

nightlife vs2 07Ich habe im Herbst 2011 eine umfangreiche Testreihe zur Sichtbarkeit durchgeführt, auf deren technische Ausführungen ich mich hier beziehen möchte (hier). Grundsätzlich solltest de den Punkt mit der auffälligen Kleidung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wie sich gezeigt hat, ist farbige Kleidung in jedem Fall schon mal besser als eine Schwarzer-Mann-Verkleidung. Auch wenn die dunklen Klamotten cooler aussehen. Wenn du einmal einem Auto oder Fahrrad ungewollt nahe gekommen bist, überlegst du dir zweimal, ob „cool“ wirklich sein muss.

TIPP Nr. 2 – Gefährliche Situationen durch vorausschauendes Verhalten vermeiden

2014 brooks lsd iv 00Viele gefährliche Situation lassen sich durch aufmerksames Verhalten und gut erkennbare Kleidung vermeiden. Du darfst dich auf keinen Fall auf die anderen Verkehrsteilnehmer verlassen. Das geht nämlich häufig schief. Und Hinterherschimpfen kostet in der Regel nur unnötig Kraft.

Tipp 2.1 - "Ich bremse für Smartphones!" [neu]

Eine der beliebtesten Beschäftigung vieler Läuferinnen, ist mittlerweile das Lesen von Nachrichten auf dem Smartphone ... während des Laufens! Ganz kann ich mich auch nicht davon freisprechen. Besonders auf den LongJogs, wo es weder auf eine besondere Technik, noch auf ein hohes Tempo ankommt. "War diese WhatsApp-Nachricht von der Familie und wollten sie mir etwas Wichtiges mitteilen?" Und schon ist man mit der Aufmerksamkeit beim Smartphone. Gerade, wenn du auch wirklich eine Nachricht erwartest. Im Grunde sollte für dich hier das Gleiche gelten, wie beim Autofahren: nicht während des Fahrens bzw. Laufens die Nachrichten checken! Besonders, wenn man in der Stadt unterwegs ist, können in diesen zwei Sekunden gefährliche Situationen entstehen. Das Smartphone hast du ja vermutlich sowieso dabei, um Musik zu hören oder dein Training aufzuzeichnen oder das Social Network zu bedienen. Du musst es also bestimmt nicht zuhause lassen! Aber halte kurz an, prüfe, ob du dich an einer sicheren Stelle auf der Strecke befindest und prüfe kurz deine Umgebung. Jetzt kannst du in aller Ruhe die Nachricht lesen oder ein Bild machen.

Tipp 2.2 - "Mach' mal leiser!"

Thema Musik und Kopfhörer: mit denen hat man teilweise im Hellen schon Probleme, ankommende Fahrräder, Autos, Fußgänger oder Hunde früh genug wahrzunehmen. Das ist im Dunkeln nicht besser, ganz im Gegenteil. Willst du auf die Musik nicht verzichten, solltest du diese so leise drehen, dass du noch genug von der Umgebung hören kannst. Einfach ausprobieren, denn meist kannst du dann immer noch genug von der Musik hören. Vielleicht kannst du sogar ganz auf die Musik verzichten. Dann erfährt man häufig seine Laufstrecke viel intensiver.

Tipp 2.3 - "Augen auf im Straßenverkehr!"

Da man trotz allem nicht so gut zu sehen ist, wie am hellichten Tag, sollte man sich nicht allein auf die anderen Verkehrsteilnehmer verlassen. Ohne zu schauen über einen Zebrastreifen zu laufen kann ganz schnell ins Auge gehen. Parken Autos am Straßenrand, wird dem Autofahrer ebenfalls der Blick auf den Gehweg genommen, so dass ein Läufer / eine Läuferin auf dem Gehweg nicht früh genug erkannt wird, wenn es auf die Kreuzung zu geht. Hier muss man einfach beim Laufen mal die Sinne etwas schärfen und das Tempo raus nehmen, wenn man merkt, dass die Kreuzung oder Querung der Straße Gefahren birgt.

TIPP Nr. 2.4 – "Stelle Dich ins rechte Licht!"

nightlife vs2 08Unterstellen wir einmal, dass die meisten Produkte so entwickelt werden, dass die Designer davon ausgehen, dass der Läufer oder die Läuferin sich ideal verhält. Dazu gehört auch, dass man auf Straßen ohne eigenen Fußweg am linken Rand (in Laufrichtung) läuft. Man hat also den entgegen kommenden Verkehr auf seiner Seite. Damit wird man schneller und besser beleuchtet (angeleuchtet) und sieht das herannahende Fahrzeug auch schneller.

TIPP Nr. 3 – Mache Deine Laufstrecken wintertauglich

Man kann den Tipp Nr. 2 auch auf die Wege beziehen, die man läuft. Im Sommer sind eure Strecken gut zu laufen. Aber bist du die Strecken schon mal im Dunklen gelaufen? Ich habe ganz einfach einige Strecken speziell so ausgewählt, dass eine permanente Beleuchtung gegeben ist. Ich nennen diese dann Winterlaufstrecken. Im Ruhrgebeat ist das allerdings leichter als auf dem Land, da man hier sehr viel an Straßen und anderen Wegen laufen kann, die beleuchtet sind.

TIPP Nr. 3.1 - "Let there be light!" [neu]

Klingt etwas episch, trifft die Sache aber ganz gut. Wenn du auf einer Strecke läufst, auf der es wenig bis gar kein Licht gibt, hoffe ich zunächst einmal, dass es hier keine dunklen Gestalten im Gebüsch gibt. Sie sollte nicht zu abgeschieden sein. Damit begibst du dich freiwillig in ein unkalkulierbares Risiko.

Zusätzlich kannst du sehr gut ein Licht bei dir tragen. Angefangen von einer Taschenlampe in der Hand, bis zu einer komfortablen Stirnleuchte, solltest du dich nicht scheuen, eines dieser Hilfsmittel einzusetzen. Wenn ein Ultra-Marathon durch die Nacht gelaufen wird, gehört es in der Regel zu den Teilnahmebedingungen, dass die Teilnehmenden in der Dunkelheit eine Stirnlampe tragen. Wie bereits gesagt, sollte das keine Frage des Geldes sein, sondern eine Frage der eigenen Sicherheit.

TIPP Nr. 4 – Sag jemandem, was Du vor hast

Gibt es jemandem in deinem Umfeld, der wissen sollte, wo Du laufen wirst? Hinterlasse einfach eine Nachricht oder sprich mit der- oder demjenigen wohin es dich heute treibt. Auch wenn Du nicht exakt diese Strecke läufst, ist zumindest klar, ob Du ins Stadion gehst, es durch den Park geht, über die Trasse oder quer durch die Stadt. Der oder dem Anderen gibt es ein sicheres Gefühl, zu wissen, wo Du laufen wirst. Bei sehr einsamen Strecken kann man auch LiveTracker einsetzen. Das sind z. B. Apps fürs Smartphone, die per GPS ermitteln, wo Du bist und die Position auf einer Webseite anzeigen oder ebenfalls wieder am Smartphone der oder des Anderen.

TIPP Nr. 5 – Verrate wer Du bist

SafeSport ID ArmbandFür den hoffentlich nicht eintreffenden Fall, dass doch mal etwas beim Laufen passiert, was dich ohnmächtig werden lässt, sollte man dich identifizieren können. Hand aufs Herz: tragt ihr einen Personalausweis mit euch beim Laufen? Ich nicht! Eine andere Möglichkeit wären Notfallnummern auf einem Aufkleber auf der Rückseite des Smartphones. Ein laminierter Zettel in einer Tasche wäre auch eine Idee. Oder man greift auf eines der
ID-Armbänder zurück. Ich selbst habe mich irgendwann für das Armband von SafesportID entschieden. Auf einer Metallplatte sind Notfallnummern und Krankheiten gelasert. Diese Platte wird an einem Silikonarmband befestigt und am Handgelenk getragen. Die traurige Realität sieht allerdings noch anders aus, wie mir eine Diskussion bei Facebook zeigte: Rettungskräfte suchen gar nicht erst nach solchen Hinweisen! Das ist wohl der Polizei vorbehalten. Ich würde mir wünschen, dass hier ein Bewusstsein bei den Verantwortlichen geschaffen wird. In meinen Augen würde das durchaus Sinn machen. Einige Hinweise auf Medikamente und Krankheiten sind sicherlich sofort interessant und nicht erst, wenn der Patient im Krankenhaus untersucht wird. Trotzdem gehört für mich das ID-Armband von SafesportID seit einigen Monaten zum Laufen einfach dazu.

Gut kombiniert

Sicherlich sind gedeckte Farben recht cool. Schwarz und grau machen sich bei Läufer/innen immer gut. Aber sobald es dunkel wurde, konnte ich beobachten, dass mich die Autofahrer und Radfahrer nur noch schwer erkannt haben. Ich wurde quasi unsichtbar. Das andere Extrem wäre neben den Neonfarben mit reflektierenden Elementen auch noch LED-Bänder an Armen und am Kopf zu tragen. Damit ich besser sehen kann, kommt noch eine LED-Stirnlampe dazu. Hört sich nach Weihnachtsbaum an, ist es irgendwie auch. Mit einer sinnvollen Kombination versuchte ich dann irgendwie einen stilvollen Mittelweg zu finden. In diesem Jahr habe ich wieder ein paar Sachen rausgesucht, die in der Dämmerung oder im Dunkeln dafür sorgen, dass man besser erkannt wird. Kombiniert man die einzelnen Teile mit seiner scharzen Lieblings-Tight oder anderen eher unauffälligen Sachen, hebt man sich schon ein ganzes Stück besser vom Dunkel ab. Nochmal zum Vergleich:

Mit modernen Reflektorelementen an der Kleidung wirst Du aus etwa 100m wahrgenommen. Bei Tempo 70 km/h benötigt ein Autofahrer gut 50m um anzuhalten, bei Tempo 50 km/h benötigt er nur 25m (bei Tempo 100 km/h sind es 100m). Wenn Du ganz „unsichtbar“ läufst, kannst Du vom Glück sprechen, wenn der Autofahrer 50m hinter Dir hält, nachdem er Dich erwischt hat.

Hoffentlich konnten wir euch ein paar Tipps und Anregungen mitgeben, wie man sich in der dunklen Jahreszeit sicher als LäuferIn bewegen kann.

Hast du noch mehr Tipps?

Es müssen nicht immer HighTech-Lösungen sein. Wie sieht das bei dir aus, wenn du im Dunkeln läufst? Was sind deine bevorzugten Sachen und Gadgets, wenn du jetzt laufen gehst? in den Kommentaren ist genug Platz für deine Ideen!

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