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RTD 2015 squareDie Tage sind kürzer, die dunkle Jahreszeit ist da! Das ich deshalb nicht mit dem Laufen aufhören muss, ist selbstverständlich. Du kannst mit ein paar einfach Tipps einiges ändern, um besser gesehen zu werden und unfallfrei durch diese Zeit zu kommen. [B]

Angefangen hat diese Serie bereits im März 2011 mit dem Test eines Brooks Equilibrium Shirts, welches mit auffälligen Farben versehen wurde. Im Herbst 2011 folgte dann das erste große Special zum Thema. Seit dem habe ich jedes Jahr versucht passende Testprodukte zu finden, die man in diesem Zusammenhang vorstellen könnte. Diese Jahr haben uns (alph.) Brooks, Buff, CEP, LED Lenser, New Balance, Salming und  Produkte zum Testen und Vorstellen zur Verfügung gestellt. Andere Produkte aus den zurückliegenden Berichten werden bei Bedarf verlinkt.

Was ich vorstellen möchte

Neben coolen und trendigen Kombinationen von Schwarz, Grau und anderen dunklen Farben bieten die meisten Hersteller auch auffällige Textilien und Schuhe für den Herbst und Winter an. Ob jetzt als Schuh, Shirt, Pullover (½ ZIP), Jacke, Hose, Cap oder Zusatzlicht spielt hierbei keine Rolle.

Hinweis: ich möchte mich bei den Herstellern bedanken, die mir die Produkte zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben. Die Zahl der Hersteller ist auch in 2015 recht breit gestreut, womit ich vermeiden möchte, dass dieser Artikel als Werbung für eine bestimmte Marke aufgefasst wird. Das Thema des Artikels soll klar im Vordergrund stehen!

Alle Tipps aus diesem Blogpost in einem "kurzen" Film (ca. 17 Minuten). Was ist wichtig in dieser dunklen Jahreszeit und wo könnt ihr euch mit kleinen Tricks besser sichtbar machen. Inklusive der Besprechung von empfehlenswerten Schuhen, Textilien und diversem Zubehör.

Rule The Dark 2015 - Mach' dich nicht unsichtbar - runHerne von runHerne auf Vimeo.

 

Wie ich das sehe

In den vergangenen Jahren (2011 - 2012 - 2013 - 2014) habe ich recht ausführlich beschrieben, welche Möglichkeiten es gibt, mit einfachen Tipps in der dunklen Jahreszeit für andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar zu sein. Diese gelten natürlich in 2015 immer noch.

TIPP Nr. 1 – Vergiss cool und mach Dich sichtbar!

nightlife vs2 07Ich habe im Herbst 2011 eine umfangreiche Testreihe zur Sichtbarkeit durchgeführt, auf deren technische Ausführungen ich mich hier beziehen möchte (hier). Grundsätzlich solltest de den Punkt mit der auffälligen Kleidung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wie sich gezeigt hat, ist farbige Kleidung in jedem Fall schon mal besser als eine Schwarzer-Mann-Verkleidung. Auch wenn die dunklen Klamotten cooler aussehen. Wenn du einmal einem Auto oder Fahrrad ungewollt nahe gekommen bist, überlegst du dir zweimal, ob „cool“ wirklich sein muss.

 

 

TIPP Nr. 2 – Gefährliche Situationen durch vorausschauendes Verhalten vermeiden

2014 brooks lsd iv 00Viele gefährliche Situation lassen sich durch aufmerksames Verhalten und gut erkennbare Kleidung vermeiden. Du darfst dich auf keinen Fall auf die anderen Verkehrsteilnehmer verlassen. Das geht nämlich häufig schief. Und Hinterherschimpfen kostet in der Regel nur unnötig Kraft.

Wenn man mit Musik unterwegs ist, hat man teilweise im Hellen schon Probleme, ankommende Fahrräder, Autos, Fußgänger oder Hunde früh genug wahrzunehmen. Das ist im Dunkeln nicht besser, ganz im Gegenteil. Willst du auf die Musik nicht verzichten, solltest du diese so leise drehen, dass du noch genug von der Umgebung hören kannst. Einfach ausprobieren, denn meist kannst du dann immer noch genug von der Musik hören. Vielleicht kannst du sogar ganz auf die Musik verzichten. Dann erfährt man häufig seine Laufstrecke viel intensiver.

Da man trotz allem nicht so gut zu sehen ist, wie am hellichten Tag, sollte man sich nicht allein auf die anderen Verkehrsteilnehmer verlassen. Ohne zu schauen über einen Zebrastreifen zu laufen kann ganz schnell ins Auge gehen. Parken Autos am Straßenrand, wird dem Autofahrer ebenfalls der Blick auf den Gehweg genommen, so dass ein Läufer / eine Läuferin auf dem Gehweg nicht früh genug erkannt wird, wenn es auf die Kreuzung zu geht. Hier muss man einfach beim Laufen mal die Sinne etwas schärfen und das Tempo raus nehmen, wenn man merkt, dass die Kreuzung oder Querung der Straße Gefahren birgt.

TIPP Nr. 2.1 – Stelle Dich ins rechte Licht

nightlife vs2 08Unterstellen wir einmal, dass die meisten Produkte so entwickelt werden, dass die Designer davon ausgehen, dass der Läufer oder die Läuferin sich ideal verhält. Dazu gehört auch, dass man auf Straßen ohne eigenen Fußweg am linken Rand (in Laufrichtung) läuft. Man hat also den entgegen kommenden Verkehr auf seiner Seite. Damit wird man schneller und besser beleuchtet (angeleuchtet) und sieht das herannahende Fahrzeug auch schneller.

TIPP Nr. 3 – Mache Deine Laufstrecken wintertauglich

Man kann den Tipp Nr. 2 auch auf die Wege beziehen, die man läuft. Im Sommer sind eure Strecken gut zu laufen. Aber bist du die Strecken schon mal im Dunklen gelaufen? Ich habe ganz einfach einige Strecken speziell so ausgewählt, dass eine permanente Beleuchtung gegeben ist. Ich nennen diese dann Winterlaufstrecken. Im Ruhrgebeat ist das allerdings leichter als auf dem Land, da man hier sehr viel an Straßen und anderen Wegen laufen kann, die beleuchtet sind.

TIPP Nr. 4 – Sag jemandem, was Du vor hast

Gibt es jemandem in deinem Umfeld, der wissen sollte, wo Du laufen wirst? Hinterlasse einfach eine Nachricht oder sprich mit der- oder demjenigen wohin es dich heute treibt. Auch wenn Du nicht exakt diese Strecke läufst, ist zumindest klar, ob Du ins Stadion gehst, es durch den Park geht, über die Trasse oder quer durch die Stadt. Der oder dem Anderen gibt es ein sicheres Gefühl, zu wissen, wo Du laufen wirst. Bei sehr einsamen Strecken kann man auch LiveTracker einsetzen. Das sind z. B. Apps fürs Smartphone, die per GPS ermitteln, wo Du bist und die Position auf einer Webseite anzeigen oder ebenfalls wieder am Smartphone der oder des Anderen.

TIPP Nr. 5 – Verrate wer Du bist

SafeSport ID ArmbandFür den hoffentlich nicht eintreffenden Fall, dass doch mal etwas beim Laufen passiert, was dich ohnmächtig werden lässt, sollte man dich identifizieren können. Hand aufs Herz: tragt ihr einen Personalausweis mit euch beim Laufen? Ich nicht! Eine andere Möglichkeit wären Notfallnummern auf einem Aufkleber auf der Rückseite des Smartphones. Ein laminierter Zettel in einer Tasche wäre auch eine Idee. Oder man greift auf eines der
ID-Armbänder zurück. Ich selbst habe mich irgendwann für das Armband von SafesportID entschieden. Auf einer Metallplatte sind Notfallnummern und Krankheiten gelasert. Diese Platte wird an einem Silikonarmband befestigt und am Handgelenk getragen. Die traurige Realität sieht allerdings noch anders aus, wie mir eine Diskussion bei Facebook zeigte: Rettungskräfte suchen gar nicht erst nach solchen Hinweisen! Das ist wohl der Polizei vorbehalten. Ich würde mir wünschen, dass hier ein Bewusstsein bei den Verantwortlichen geschaffen wird. In meinen Augen würde das durchaus Sinn machen. Einige Hinweise auf Medikamente und Krankheiten sind sicherlich sofort interessant und nicht erst, wenn der Patient im Krankenhaus untersucht wird. Trotzdem gehört für mich das ID-Armband von SafesportID seit einigen Monaten zum Laufen einfach dazu.

Gut kombiniert

Sicherlich sind gedeckte Farben recht cool. Schwarz und grau machen sich bei LäuferInnen immer gut. Aber sobald es dunkel wurde, konnte ich beobachten, dass mich die Autofahrer und Radfahrer nur noch schwer erkannt haben. Ich wurde quasi unsichtbar. Das andere Extrem wäre neben den Neonfarben mit reflektierenden Elementen auch noch LED-Bänder an Armen und am Kopf zu tragen. Damit ich besser sehen kann, kommt noch eine LED-Stirnlampe dazu. Hört sich nach Weihnachtsbaum an, ist es irgendwie auch. Mit einer sinnvollen Kombination versuchte ich dann irgendwie einen stilvollen Mittelweg zu finden. In diesem Jahr habe ich wieder ein paar Sachen rausgesucht, die in der Dämmerung oder im Dunkeln dafür sorgen, dass man besser erkannt wird. Kombiniert man die einzelnen Teile mit seiner scharzen Lieblings-Tight oder anderen eher unauffälligen Sachen, hebt man sich schon ein ganzes Stück besser vom Dunkel ab. Nochmal zum Vergleich:

Mit modernen Reflektorelementen an der Kleidung wirst Du aus etwa 100m wahrgenommen. Bei Tempo 70 km/h benötigt ein Autofahrer gut 50m um anzuhalten, bei Tempo 50 km/h benötigt er nur 25m (bei Tempo 100 km/h sind es 100m). Wenn Du ganz „unsichtbar“ läufst, kannst Du vom Glück sprechen, wenn der Autofahrer 50m hinter Dir hält, nachdem er Dich erwischt hat.

Hoffentlich konnten wir euch ein paar Tipps und Anregungen mitgeben, wie man sich in der dunklen Jahreszeit sicher als LäuferIn bewegen kann.

Hast du noch mehr Tipps?

Es müssen nicht immer HighTech-Lösungen sein. Wie sieht das bei dir aus, wenn du im Dunkeln läufst? Was sind deine bevorzugten Sachen und Gadgets, wenn du jetzt laufen gehst? in den Kommentaren ist genug Platz für deine Ideen!

 

Wir bedanken uns bei allen Herstellern und Agenturen, die uns bei unserem Feature unterstützt haben (alphabetisch):

  • Brooks
  • Buff
  • CEP
  • LED Lenser
  • New Balance
  • Rono
  • Salming
  • Skechers Performance

 

 

profil 20160400 600px Ich bin Matthias und Autor & Gründer von runHerne. Seit 2010 habe ich das regelmäßige Laufen für mich wiederentdeckt. Auf runHerne berichte ich über Events und Produkte rund um die Themen Laufen, Fitness und Crossfit. Meine Laufrunden befinden sich mitten im Ruhrgebiet. Bei meinen Produkttests halte ich mich an den Blogger Relations Kodex.
Wenn Dir meine Berichte gefallen, kannst Du gerne auch auf Facebook, Instagram, Twitter oder per Newsletter mit mir in Kontakt bleiben.
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Kommentare   

+1 # Thomas 2015-12-13 19:42
Hi Matthias,

mal wieder sein sehr guter und wie ich finde wichtiger Artikel! Zufällig hatte ich gerade eine Bestellung für ein langärmliges Shirt unter den Fingern und war mir unsicher, ob mir blau oder neon besser gefällt. Nach dem Lesen hier ist es neon geworden. ;) Hast ja Recht: die kleinen eingearbeiteten Reflektoren sind ja schon ganz gut, aber auffällige Farben in Verbindung mit Reflektoren sind einfach besser.

Das Video finde ich auch gut. Aber 17 Minuten...? Ganz ehrlich: ich habe nicht alles gesehen... ;) Aber die Richtung stimmt. Mach' weiter so!

Herzliche Grüße

Thomas
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0 # Redaktion 2015-12-17 07:32
Hallo Thomas,
danke für den Kommentar und dein Lob! Ich weiß: "In der Kürze liegt die Würze!" Aber diesmal habe ich schon extrem viel gekürzt. ;) Rule The Dark ist mir immer ein besonderes Anliegen und bei den kommenden Videos werde ich mich "bessern"! ;)
Klasse übrigens, dass ich dich zu einem auffälligen Shirt bewegen konnte! :)

Viele Dank nochmal
Matthias
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