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Wenn ich so auf das vergangene Jahr zurückblicke, darf ich mich eigentlich nicht beschweren. 2015 war zwar das Jahr der Superlativen - bisher! - mit der Marathonpremiere im Mai und dem ersten Ultra im Herbst, aber 2016 hat dafür eine Menge besonderer Events mit sich gebracht. Aber alles schön de Reihe nach. [M]

Zu allererst bin ich dankbar dafür, dass ich wieder ein aktives Jahr ohne nenneswerte Verletzungen oder Krankheiten erleben durfte. Ein Tag Unwohlsein hier, ein Tag Unwohlsein da. Im Vergleich zu anderen Aktiven war das aber nicht der Rede wert und ich bin nie länger als ein oder zwei Tage ausgefallen. Keine großen Infektionen oder Entzündungen von Sehnen und Gelenken. Zum Glück!

Das zurückliegende Jahr hatte auch einen etwas anderen Fokus als 2015. 2015 gab es lange Distanzen, 2016 eher Spaßläufe oder besondere Events.

In der zweiten Jahreshälfte kam dann noch ein Ernährungsprojekt hinzu. Es gab auch wieder einige interessante Produkte, die ich testen durfte. Ich habe das mal in Themen unterteilt, damit du dich besser orientieren kannst.

Der Titel des Beitrags klingt etwas dramatischer, als es denn in Wirklichkeit ist. Er spielt darauf an, wie lange ich schon wieder regelmäßig laufe. Ein Ende kann ich mir allerdings noch nicht vorstellen, da ich noch viel zu lernen habe und sportlich noch vieles ausprobieren möchte.

Viel Spaß beim Lesen meines persönlichen Rückblicks.

Persönlich

Auch wenn ich es 2016 mit Wettkämpfen nicht gerade übertrieben habe (dazu unten mehr), gabe es doch zwei Geschichten, die am Rande des Trainings für Abwechslung und Veränderung sorgten.

Tri-it-Fit Challenge

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Allgemeines Fitnesstraining gehört neben dem Laufen zu meinem Trainingsalltag. Da kam mir die "Fittester Fitnessblogger"-Challenge von Lotta und Schorsch auf Tri-it-fit.de gerade recht. Hier konnte jeder Fitnessblogger zeigen, dass er nicht nur über Fitness bloggt, sondern auch das lebt, worüber er schreibt. Umso mehr verwunderte mich, dass es so wenige Teilnehmer gab. Ich hätte mit einer ellenlangen Teilnehmerliste gerechnet.
15 Übungen standen zur Auswahl, von denen die besten Zehn für das Ranking gewertet wurden. Klassiker wie Liegestütz, Kniebeugen und Klimmzüge standen ebenso zur Auswahl, wie der "schnellste" Kilometer, Schwimmen oder Seilspringen. Alles in allem eine tolle Aktion, an der ich 2016 gerne wieder teilnehmen werde.

Gut fettig

LCHF Endurance logo 500x300

Und dann laß ich mich noch in ein Thema ein, dass ich dann kurzfristig Anfang November als Projekt startete: Low Carb High Fat im Ausdauersport. Dieser Ernährungsstil geisterte mir schon länger im Kopf herum. Als Ziel setzte ich mir im Dezember gute Blutwerte beim jährlichen CheckUp durch den Arzt zu haben und mich bis Oktober 2016 auf diese Weise zu ernähren, um dann den RWE Marathon auf Basis von Ketose (kohlenhydratfreie Energiebereitstellung) zu laufen. Damit startete ich das Projekt LCHF Endurance, welches gravierende Umstellungen bedeutete und immer noch bedeutet. Mal sehen, wohin mich die Reise führt. Den Arzttermin habe ich zumindest schon mal mit guten Blutwerten hinter mich bringen können. Ich kann aber auch schon hier und da klare Veränderungen im Hungerverhalten meines Körpers während des Trainings und während des Alltags feststellen. Und bis Oktober ist es noch einiges hin.

Läuferisch

Sportler haben Ziele. Und Sportler, besonders Läufer und Radfahrer, haben Listen. Listen mit Trainingszielen, Listen mit Distanzen, die sie absolvieren möchten oder mit Events bzw. Wettkämpfen, an denen sie einmal im Leben teilnehmen möchten.

Ich habe auch Listen. Zwar nicht auf dem Papier, womit ich mich vermutlich von den jüngeren und anders organisierten Alterklassen unterscheide, aber gedanklich sind bei mir auch solche Milestones verankert. Sei es der abgehakte erste Marathon oder der eher spontane Entschluss, mich in die "heiligen Bücher" der Ultraläufer einzutragen, indem ich den Herbstwaldlauf 50k finishte.

Eine Sache, die ich läuferisch schon lange "auf der Liste" hatte, war dieser elende Wettkampf im Ausland. Ich hatte 2014 mal einen Anlauf unternommen, als ich mich von Brooks zu einem Hindernislauf in England habe einladen lassen. Das ganze Drumherum mit Unterkunft und Anreise hat dann aber dafür gesorgt, dass ich das Vorhaben abblasen musste.

Erster Auslandseinsatz

Also musste etwas herhalten, was besser machbar war. Näher dran. Und welches Ausland liegt für das Ruhrgebeat näher als die Niederlande? Und damit ist man auch schon unweigerlich beim Venloop. Des Ruhrgebeatlers liebster Auslandslauf - so scheint es mir zumindest.
Der Venloop ist ein krasses Event. Wenn die Niederländer etwas können, dann Party. Angefangen beim Start, gab es nur wenige Bereiche, wo nicht irgendein Amateur-DJ mit seinem Equipment an der Strecke stand.

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Das mit dem Amateur ist dabei nicht abwertend gemeint, sondern soll tatsächlich die Liebhaberei der Niederländer zur Elektronischen Tanzmusik zum Ausdruck bringen. An jedes Smartphone wurden große Lautsprecher angeschlossen, welche im Vorgarten platziert wurden, um die Läufer zu beschallen. Manche Abschnitte hatten den Charakter eines Straßenfestes, wo die Leute auf der Straße standen und die Häuser und Vorgärten geschmückt wurden. Es gab viel zu sehen. Wettermäßig war es Ende März eher kalt, aber man ist ja in Bewegung.

"Laufen für die, die es nicht können"

Im Mai folgte dann direkt der zweite Wettkampf im Ausland. Auch den Wings for Life Worldrun hatte ich auf meiner Liste. Da ich aber nicht nach Darmstadt (2015) oder München (2016) reisen wollte, schielte ich wieder in die Niderlande und sah, dass der Austragungsort Breda ist. Das liegt gut zwei Stunden vom Ruhrgebeat weg ... passt schon viel besser. Der Lauf war super organisiert und die Stimmung von Anfang an super. Es war allerdings diesmal sehr warm. Nicht nur in den Niederlanden, sondern bei fast allen Läufen in Europa mussten sich die Organisatoren darauf einstellen, zusätzliche Wasserstationen einzurichten.

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Das funktionierte auch sehr gut. Ich bin allerdings kein Freund von Laufen bei Hitze und konnte meine angepeilten Halbmarathon nicht erreichen. Nach knapp 19,3km war für mich Schluß. Absolut zufriedenstellend für mich.

Schlamm, Matsch, Tough Mudder

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Im Juni wurde es dann so richtig schmutzig. Anfang des Jahres bekam ich vom Tough Mudder HQ die Zusage, dass ich mit Sebastian @sebastianrennt als Blogger kostenlos am Tough Mudder NRW in Arnsberg teilnehmen könne. Eigentlich wollte ich keinen dieser Hindernisläufe machen, aber beim Tough Mudder zählt nicht die Zeit, sondern das Ankommen und der Teamgeist. Man sollte den Lauf in Arnsberg allerdings nicht unterschätzen, da er einiges an Strecke (16km-18km) und viele Höhenmeter (die meisten Höhenmeter in Europa) zu bieten hat. Aber auch eine große Portion Spaß, wenn man sich auf diese Art von Lauf einlässt. Mir hat es auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht.

Apropos Ausland

Zwar kein Wettkampf, aber durchaus ein besonderes Erlebnis war dann der tatsächlich dritte läuferische Auslandseinsatz 2016. Mit einer meiner Töchter ging es zu meinem Neffen nach London. Er lebt dort seit acht Jahren und hat uns schon oft eingeladen, ihn doch einmal zu besuchen. Diesmal wurde es ernst. Im August konnten wir dann für ein langes Wochenende bei ihm wohnen. Natürlich gab es Sightseeing und ausgiebiges Shopping, aber ich konnte mir auch zwei schöne Sightrunnings einrichten. Das Wetter spielte mit und ich konnte tolle Eindrücke sammeln, als ich entlang der Themse lief. Es war sehr beeindruckend, teilweise beängstigend,  während des zweiten Laufs, die Menschenmassen über die Brücken in die Büroviertel strömen zu sehen. Dabei sind mir aber auch einige Leute aufgefallen, die tatsächlich zur Arbeit liefen und so in ihren Büroalltag starteten.

Let there be light

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Den ganzen Sommer über habe ich mich dann mit Wettkämpfen zurückgehalten und Saisonpause gemacht. Laufen zur warmen Jahreszeit ist eher für das Training vorgesehen. Im November ging es dann wieder los. E.ON hat für den ersten Lichtlauf / Martinslauf in Paderborn Blogger angeschrieben und gefragt, ob sie kostenlos teilnehmen möchten und dafür ein wenig darüber berichten würden - ohne jegliche Vorgaben. Die Strecke war abwechslungsreich und interessant geplant. Die 2km-Runde führte durch schmale Gassen und über Treppen, durch den Paderpark und über den Eselspfad wieder zurück zum Marktplatz. Nicht ganz anspruchslos, aber Sebastian @sebasianrennt und ich konnten die Strecke in soliden 45 Minuten absolvieren. Ein tolles Event mit schönen Lichtinstallationen auf der Strecke. Kommt auf jeden Fall auf die Liste für 2017.

100. Bertlicher Straßenläufe

Ende November standen die 100. Bertlicher Straßenläufe an. Da in Herten-Bertlich drei Mal im Jahr gelaufen wird, war es genau dieses Event. Zwar lief ich nicht die geplanten 30km, sondern nur die halbe Strecke, aber ich konnte meine 15km-Bestzeit deutlich um sechs Minuten verbessern. Mit Frederic @lexusburn an meiner Seite war es ein sehr kurzweiliger Lauf. Michael @laufruhr hatte seinen Start zwar auch geplant, durfte aber wegen seiner vierbeinigen Begleiter nicht starten. Sehr schade, aber leider regelkonform.

Jahresabschluß

In großen Schritten ging es dann auf das Jahresende zu. Um so mehr freute es mich, dass der Herner Silvesterlauf in diesem Jahr wieder stattfinden konnte. Letztes Jahr wurde er leider kurzfristig gestrichen, da es vereinsinterne Probleme gab. In diesem Jahr wollte ich es aber locker angehen lassen und nicht unbedingt einen Streckenrekord abliefern. Der Silvestertag begrüßte uns mit frostigem Wetter und ich ließ es, so wie geplant, locker angehen. Trotzdem war es ein solider Jahresabschluß und immerhin nicht die langsamste Zeit auf dieser Strecke.

Equipment

In meinem Blog gibt es natürlich auch immer den Blick auf die getesteten Produkte. 2016 waren wieder einige Highlights dabei. Meine Top 5 stelle ich hier noch mal kurz vor.

Ungewöhnlichster Schuh

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Der Merrell Allout Terra Trail hat eigentlich den Titel "Ungewöhnlichster Schuh" von alle Schuhen bisher. Ein Trailschuh in Gamaschenform, gewohnt flexibel und mit tollem Grip. Das Richtige, um den Tough Mudder vernünftig laufen zu können.

Preisbewusstester Schuh

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Nicht der erste Schuh von Alphawoolf, den ich getestet habe, aber der Schuh mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis in 2016: Alphawoolf Delta CT 1.0. Der Allrounder hatte keine Probleme mit den meisten Alltagssituationen eines Laufenden und schont dazu noch die Brieftasche.

Dynamik pur

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Und dann schickte sich New Balance an, die zweite Version des Fresh Foam Zante herauszubringen. Er konnte in dieser Neuauflage tatsächlich den Vorgänger als meinen Lieblingsschuh ablösen. Dynamik gepaart mit Flexibilität. Nur über die Sprengung müssen wir uns noch mal unterhalten...

Kabellose Freiheit

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Seit 2015 gehören kabellose Bluetooth Kopfhörer zu meinem Trainingsequipment. In 2016 durfte ich dann den Miiego AL3 Freedom testen. Ein OnEar Kopfhörer, der neben guter technischer Ergebnisse auch noch einen guten Sound liefert. Dabei sitzt er bequem und lässt noch einige Umgebungsgeräusche ans Ohr, so dass man nicht ganz vom Straßenverkehr abgeschottet ist.

Harte Schale, trockener Kern

Auch wenn der Bericht noch nicht ganz fertig ist, muss ich die Haglöfs Gram Comp Jacket als Highlight 2016 herausstellen. Auch wenn eine Hard Shell nicht so bequem zu tragen ist, wie ein Windbreaker oder eine der ultraleichten Jacken, verbindet sie doch zwei wichtige Eigenschaften: sie ist wasserdicht und trotzdem atmungsaktiv. Für mich eine Kombination, die noch keine Jacke mit sich brachte.

 

Für 2017 wünsche ich Dir vor Allem eine gute Gesundheit, als Basis für dein Training und deine Laufevents. Das war 2016 bei einer ganzen Reihe von Leuten aus meiner Timeline leider nicht der Fall. Viele sind wegen gesundheitlicher Probleme oder Verletzungen entweder vor lang ersehnten Veranstaltungen ausgefallen oder mussten sehr lange pausieren, bevor sie wieder mit dem Sport beginnen konnten. Irgendwie war der Wurm drin. Ich bin sehr dankbar, dass ich weitestgehend verschont geblieben bin. Da kam es eher schon mal vor, dass ich das eine oder andere Training aus terminlichen Gründen ausfallen lassen musste. Da muss man aber einfach seine Prioritäten im Blick behalten und als Hobbysportler nicht gleich durchdrehen, wenn man mal eine ganze Woche nicht zum Trainieren kommt. Mir fällt sowas mittlerweile nicht mehr so schwer.

Ich hoffe, Du hattest auch ein gutes Jahr und kannst mit Freude und Spaß auf das kommende Jahr blicken.

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