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20160310 erzbahntrasse 01 blogstaffelFrederic von laeuftdoch.de hat ein nettes kleines Spiel ins Leben gerufen und ich habe den Staffelstab von Sebastian angenommen und werden ihn weitergeben. Danke dafür! Hier sind meine Gedanken zu den Fragen, die Frederic sich überlegt hat. [M]

Was ist deine primäre Sportart?

Das Laufen steht ganz klar im Vordergund. Eigentlich bin ich nie so ganz aus irgendwelchen sportlichen Aktivitäten herausgekommen, aber es gab auch eine recht ruhige Phase, als die Kinder noch klein waren. Da ich persönlich das Laufen als zu wenig empfinde, haben sich noch Crossfit, Calesthenics und Yoga dazugesellt.

Alle Parallelen zu meine Staffel-Vorgänger sind rein zufällig. :-)

Wie bist du zu diesem Sport gekommen?

Ein Arbeitskollege hat mich 2010 gefragt, ob ich nicht bei dem Staffellauf der Firma mitmachen möchte. Irgendwie war die Zeit reif und "einmal kann man ja ruhig mitlaufen!" In Discounter-Schuhen trainierte ich also 8 Wochen auf eine 5x5km-Staffel hin. Ohne Plan, einfach so. Das Event (RP Staffellauf rund um die Veltins Arena) hat mich irgendwie gepackt. Das war's.

Wie lang übst du diesen schon aus und wieso bist du dran geblieben?

Der Staffellauf war im Juni 2010. Seit dem habe ich das Laufen versucht regelmäßig in meinen Alltag einzubauen. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es nicht nur Spaß macht, sondern dass es mir auch körperlich etwas bringt. Mir gefällt schon auch der Wettkampfgedanke, aber in erster Linie geht es mir um meine Gesundheit. Außerdem spiele ich bei den meisten Wettkämpfen keine ernste Rolle, so dass ich mich in den Wettkampfvorbereitungen daran orientiere, die Events ordentlich und aufrecht absolvieren zu können.

Übst du noch andere Sportarten aus?

Wie auch das Laufen, betreibe ich keine Sportart in einem Verein. Crossfit und Calesthenics betreibe ich auf einem Einsteiger-Level, da ich die Übungen zwar als sehr sinnvolle Ergänzung zum Laufen empfinde, viele Bewegungsabläufe der komplexeren Übungen aber besser unter Aufsicht eines Trainers ausgeführt werden sollten, um sich nicht zu verletzen. Eigentlich wollte ich eine Alternative zur klassischen Laufgymnastik, die ich unbedingt ins Training einbauen wollte.

Crossfit und Calesthenics haben zwei wesentliche Eigenschaften, die auch meinen Laufstil definieren. Calesthenics kommt bei den meisten Übungen lediglich mit dem Körpergewicht aus. Beim Crossfit stehen der stark funktionale Charakter und die Effizienz im Vordergrund. Hast du dir schon mal überlegt, wie oft du unbewusst eine Kniebeuge machst?

Deine bisherige Bestleistung?

Bezogen auf die Zielzeiten, ist das ein stetiger Prozess. Das gilt auch für die Distanzen. Wobei hier 2015 zu meinen bisherigen persönlichen Bestleistungen "Marathonpremiere" (Sub4) und "Ultrapremiere" (50k) geführt haben. Irgendwann habe ich mal gesagt: "Ausdauerlauf ist nichst für mich!" und dann "So was wie einen Ultramarathon werde ich sicher nicht laufen!" Kennt ihr, oder?

Was sind deine nächsten Ziele? Nenne bitte ein kurzfristiges und, wenn vorhanden, ein langfristiges Ziel.

Ganz kurzfristig möchte ich beim Wings For Life Worldrun in Breda (NL) ein solides Ergebnis abliefern. Das hat in erster Linie etwas damit zu tun, dem Motto des Laufs gerecht zu werden: "Laufen für die, die es nicht können!"

Langfristig möchte ich durch meinen Sport einfach meine Gesundheit so lange wie möglich aufrecht erhalten und so lange wie möglich mobil und fit bleiben. Fitness ist kein Zustand, sondern eine Lebenseinstellung.

Hast du ein besonderes Erlebnis, was dir im Gedächtnis geblieben ist?

Der erste Marathon war läuferisch ein ganz besonderes Erlebnis. Eine ganz wichtige Erfahrung. Den Mann mit dem Hammer haben wir vermutlich verpasst, aber es war ganz sicher nicht einfach.

Als Erlebnis möchte ich aber das Projekt Speed Of Light Ruhr hervorheben. Ein Projekt, bei dem Läufer in den Industriekulissen des Ruhrgebiets eine Lichtchoreographie laufen. Neben den knapp 14 Tagen Proben mit etwa 100 Laufenden und dem damit verbundenen Aufwand waren die eigentlichen Aufführungen ein Spektakel, dass ich vermutlich nicht mehr vergessen werde.

Wie ernährst du dich? Fleischlich? Vegetarisch? Vegan? Nur Süßes? Und warum?

Meine Meinung ist, dass das Laufen einen schon etwas dazu bringt, auf die Ernährung zu achten. Man merkt, was einem gut tut und was nicht. Aus ganz anderen Gründen, achten wir in meiner Familie mittlerweile immer mehr darauf, unseren Fleischkonsum so stark wie möglich zu reduzieren und wenn es unbedingt sein muss darauf zu achten, woher das Fleisch kommt. Ansonsten habe ich keine Probleme mit Süßigkeiten - eher ohne!

Supplementierst du etwas?

Speziell in der Marathonvorbereitung habe ich beobachtet, wie einige Läufer in dieser Zeit teilweise extrem dünner werden. Das verbessert natürlich die Laufeffizienz, sieht in meinen Augen aber nicht wirklich gesund aus. Da ich meinen Körper im Ganzen gesund halten möchte, habe ich nach einer Empfehlung des DOSB angefangen nicht nur Kolenhydrate und Vitamine in gesteigerten Mengen zu mir zu nehmen, sondern auch Eiweiß. Das verhindert, dass die Muskelmasse abnimmt und hilft den Muskeln sich besser zu regenerieren. Nachdem ich eine Rechnung aufgestellt hatte, wieviel Eiweiß ich in der Trainingsphase sinnvollerweise zu mir sollte, habe ich mir den Stress erspart, dieses über die normale Nahrung aufzunehmen und zu Proteinpulver gegriffen. Das nehme ich seit dem nach jeder Trainingseinheit, weil die Regeneration hierdurch bei mir deutlich besser klappt.

Hast du eine Buchempfehlung (und ein Zitat daraus)?

Natural Running (Danny Abshire)

Wo und wann läufst du am liebsten (gern auch mit Foto)?

Ein Kriterium für das Laufen war unter Anderem, dass ich aus der Haustür gehen kann und einfach loslaufe. Das bedeutet in meinem Fall aber auch, dass mir das zentrale Ruhrgebeat viel mehr Stadt bietet, als Wald oder ländliche Gegenden. Das stört mich aber nicht und der Urban Trail gehört für mich einfach dazu. Technische Trainings mache ich meist im nahegelegenen Sportstadion auf den Laufbahn. Da mein Familienalltag sehr flexible ist, muss ich auch mein Training flexibel gestalten. Ich versuche die drei Laufeinheiten über die Woche zu verteilen - allerdings häufig spontan und zu keiner festen Zeit.

Auf den Bilden könnt ihr erkennen, dass einem im Ruhrgebeat immer noch die damaligen Industrien in Form von Kulturdenkmälern begegnen. Viele von den Werken und viel von der Infrastruktur sind heute nicht aktiv und wurden teilweise in Museen (Bergbaumuseum, Zollverein), Veranstaltungsorte (Jahrhunderthalle) und Naherholungsgebiete (Erzbahntrasse) umgewandelt. Um Abwechslung zu haben, laufe ich manchmal einfach los, ohne genau zu wissen wo mich meine Strecke diesmal langführen wird.

20150428 pluto wilhelm 01  20150927 hiberniapark 01 
 20151101 erzbahntrasse 01  20160328 westpark 01
20151208 oberhausen 01 20160105 oberhausen centro 01

 

Läufst du allein oder in einer Laufgruppe?

Eine feste Laufgruppe kriege ich derzeit nicht in meinem Alltag unter. Deshalb laufe ich meist alleine, genieße es aber, wenn ich mit meiner Laufcrew, den TwittRunnerRuhr, einen gemeinsamen Lauf hinbekomme oder wir gemeinsam an einem Event teilnehmen. So wie zuletzt beim Venloop 2016, an dem wir fst vollzählig teilgenommen haben. 

Warum und seit wann bloggst du?

Mit meinem ersten Wettkampf 2010 hatte ich die Idee, diesen Weg in einem Blog festzuhalten und über die Events zu berichten. Zu dieser Zeit suchte Brooks gerade seine ersten Testblogger. Hierdurch kam eine weitere Facette zum Bloggen und ich habe Spaß daran gefunden zu den Wettkampfberichten auch meine Meinung in Testberichten und andere Infos zu schreiben.

Was denkst du, wie dich der Sport beeinflußt und zu einem anderen Menschen macht bzw. wie hat er dich verändert?

Den physischen Aspekt habe ich ja schon weiter oben angesprochen. Ich war vorher auch schon eine eher ruhiger Mensch, aber ich konnte mein mentales Durchhaltevermögen auf ein neues Level bringen. Bei langen Distanzen und bei ungünstigem Wetter nicht aufzugeben passiert im Kopf.

Zu dem habe ich ein anderes Gefühl für meinen Körper in Hinsicht auf die Gesundheit und Verletzungen bekommen. Wer möchte sein Trainingsgerät schon absichtlich kaputt machen?

Wen nominierst du, damit er/sie den Staffelstab weiter trägt?

Ich möchte gerne Katrin von KatrinGoesTriathlon nominieren. Ich finde, Sie hat einige interessante Projekte am Start und hat sicher auch sonst noch einiges zu erzählen. Ihren Blog verfolge ich schon eine ganze Zeit.

Sebastian von sebastianrennt: "Wie gelingt es Dir, das Laufen mit der Familie unter eine Laufmütze zu bekommen?"

Das geht nur mit Kompromissen und einem gesunden Blick dafür, was geht und was übertrieben ist. Das fällt mir manchmal schwer. Wenn man sich auf einen Trainingslauf freut und der Alltag sagt: "Nicht heute", ist das manchmal eine bittere Pille. Aber auch hier hat mir das Laufen gezeigt, dass Flexibilität in der Trainingsplanung kein Problem ist ... meistens!

Möchtest du dem nächsten nominierten noch eine persönliche Frage stellen?

"Nur" Laufen vs. Triathlon - Kompromiss oder dreifache Belastung?

 

 

Danke an Frederic für die Staffel und Sebastian für das Weitergeben des Staffelstabes an mich.

 

 

Profilfoto Ich bin Matthias und Autor & Gründer von runHerne. Seit 2010 habe ich das regelmäßige Laufen für mich wiederentdeckt. Auf runHerne berichte ich über Events und Produkte rund um die Themen Laufen, Fitness und Crossfit. Meine Laufrunden befinden sich mitten im Ruhrgebiet. Bei meinen Produkttests halte ich mich an den Blogger Relations Kodex.
Wenn Dir meine Berichte gefallen, kannst Du gerne auch auf Facebook, Instagram, Twitter oder per Newsletter mit mir in Kontakt bleiben.
blogger kodex

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Kommentare   

0 # Michael 2016-04-08 15:51
Hallo Matthias,
interessante Aspekte und doch bei uns Läufern immer oder fast immer das gleiche. Danke für mehr Infos über dich als nur in den Tweets auf Twitter.
Auch wenn ich nicht Sebastian bin, kann ich sagen Laufen und Familie ist manchmal sehr kompliziert. Leider steht meine Frau nicht überzeugt hinter dem Laufsport und das macht es noch komplizierter vor allem in der Wettkampfvorber eitung. Da befinde ich mich gerade für meinen ersten Ultramarathon.

Viele Grüße
Michael
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