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12. Volkslauf Am 05.05.2013 hat die LGO Bochum den 12. Volkslauf "Rund um den Kemnader See" veranstaltet. Am See zu laufen hatte ich mir schon länger ins Auge gefasst und jetzt war die Zeit reif. [B]

 

 

 

 

Zu dem war auch Int. Barefoot Running Day und ich hatte mal angekündigt in 2013 mindestens einen WK in den VFF (Fivefingers) zu laufen. Dafür war die Zeit auch reif. Ebenso war heute das Ende zweier dezentraler Lauf-Aktionen, die zum Gedenken an die Anschläge von Boston ins Leben gerufen wurden. Auch dafür war jetzt die Zeit reif. Aber Alles der Reihe nach.

 

10km Volkslauf

Als ich meine Wettkämpfe für 2013 plante, kam mir der Lauf um den Kemnader See ganz gelegen. Eine recht kleine Veranstaltung auf gutem Niveau auf einer schönen Strecke. Startgeld 7 Euro, da kann man nicht meckern. Ein Wettkampf früher im Jahr hat irgendwie zeitlich nicht gepasst. Eine unproblematische Anmeldung und guter Kontakt per eMail zum Veranstalter rundeten das Vorfeld des Laufes ab.

 

International Barefoot Runners Day (IBRD)

altEbenso hatte ich auf thebarefootrunners.org im deutschen Forum angekündigt, ich würde in 2013 einen Wettkampf barfuß oder zumindest in VFF laufen. Ins Training habe ich Einheiten bis 10km oder kurze Einheiten im Stadion schon seit Mai 2012. Also sollte es nicht an der Vorbereitung scheitern. Der Lauf in Bochum-Stiepel hat sich angeboten, da er größtenteils über asphaltierte Strecke verläuft. Im Prinzip sollte das egal sein, aber ich kann meine Füße immer noch nicht an jeden Untergrund gewöhnen. Hier gibt es sicher noch Steigerungspotential.

 

Run For Boston

altUnd dann wollte ich noch offiziell ein Zeichen setzen und habe mir das Banner/Logo von der Seite RunJunkEes ausgedruckt, um es bei diesem Wettkampf gut schtbar zu tragen. Es war zwar der letzte Tag dieser Facebook Veranstaltung, ebenso wie bei Run For Boston, der Schwesteraktion, die eher die deutschen LäuferInnen angesprochen hat.

 

 

 

 

Vor dem Lauf

altDer Parkplatz am Haus Oveney, der 500m vom Startbereich entfernt liegt, war rappelvoll. So hatte ich das nicht erwartet. Ich hatte mir die Veranstaltung kleiner ausgemalt. Immerhin habe ich noch einen Parkplatz gefunden.

Ich hatte vorab die Gelegenheit, die bis dahin geplante Strecke einmal zu laufen. Das versuche ich bei Wettkämpfen nach Möglichkeit immer, um die Besonderheiten der Strecke abschätzen zu können. Da die Baustelle rund um das Bootshaus (Start, Ziel, Umkleiden und Duschen waren hier zu finden) bis zum Rennen nicht abgeschlossen werden konnte, erfuhr ich bei der Abholung der Unterlagen, dass der Lauf über eine alte Strecke führen würde, die einmal um den gesamten See verläuft. Damit fehlte mir die Kenntnis von gut der Hälfte der Strecke. Aber so schlimm konnte es schon nicht werden.

Ich freute mich für den Veranstalter, dass schönes Wetter vorhergesagt war. Allerdings bin ich kein Freund von Wettkämpfen bei Temperaturen jenseits der 20°C. Man kann eben nicht alles haben.

altVor dem Start des Rennens schaute ich mich ein wenig um und sah ein paar der üblichen Verdächtigen von den Volksläufen an denen ich übers Jahr teilnehme. Einige sind in LGs oder Vereinen organisiert, andere treten, so wie ich, als Einzelläufer auf. Das Teilnehmerfeld war insgesamt sehr gemischt. Das finde ich immer sehr angenehm.

Vor dem hauptlauf starteten noch eine ganze Menge von Schülern und Jugendlichen. Interessant zu sehen, wie hier manche Leute starten, wenn sie nicht von einem Verein stammen. Aber die Zuschauer schickten die LäuferInnen anständg mit Rufen und Klatschen auf den Weg.

 

Jetzt ging es langsam auf 10:30 Uhr zu und ich bewegte mich in Richtung Start.

 

Dann gings rund

altObwohl es in diesem Jahr nicht so geplant war, verlief die Strecke wieder gegen den Uhrzeigersinn ganz um den Kemnader See herum. Gestartet wurde Punkt 10:30 Uhr hinter dem Bootshaus. Die Zeitmessung erfolgte bei diesem Rennen von Hand, so dass ich zur besseren Kontrolle, meine Stoppuhr mit dem Startschuß startete und dann eine Runde markierte, als ich die Startlinie überlief. Da sich viele langsame Läufer im vorderen Bereich des Starterfeldes einsortierten, kam ich nur langsam vom Start weg. Ich hatte auf den ersten Metern gar nicht die Ruhe, mich mit dem Laufgefühl der VFF auseinander zu setzen.

Erst kurz vor dem Wehr entzerrte sich das Feld etwas und ich konnte mit ein wenig Platz mein Tempo finden. Ich machte es einfach so, wie mir die erfahrenen Läufer aus dem Barefoot Runners Forum empfohlen haben: nicht drüber nachdenken, sondern einfach so laufen, wie mit Schuhen. Und es klappte ...

Über das Wehr ging es dann auf die andere Seite des Sees und auf eine angenehm flache Strecke mit einigen großen schattigen Abschnitten. Minimale Anstiege und Senken waren ohne Problem zu laufen. Da die Laufstrecke nicht komplett für andere Passanten gesperrt wurde, musste man allerdings hier und da "stehende Hindernisse" umlaufen.

Obwohl ich eine Pace von 4:30min anstrebte, habe ich mich mehr darauf konzentriert, meinen Puls im Zaum zu halten. Wenn ich jetzt schon bei 180bpm ankomme, habe ich auf dem Rest der Strecke keine Reserven mehr, um noch ein wenig Gas zu geben.

Kurz vor der Hälfte der Strecke - Wow, so weit waren wir schon? - kam der für mich unbekannte Streckenteil. Er führte vom See weg, entlang der Ruhr. Bei Kilometer 5 kam dann ein Verpflegungsposten, der tatsächlich Wasser ohne Kohlensäure hatte. Da konnte ich bei diesen Temperaturen nicht nein sagen und gönnte mir fast einen ganzen Becher. Es ging noch ein Stückchen über einer Straße und über eine flache Brücke über die Ruhr und dann wieder entlang der Ruhr zum See. Mittlerweile nahmen die Passagen auf der Strecke zu, auf denen die warme Luft zu stehen schien. Wenn gerade kein Wind geht, finde ich diese Abschnitte auf Asphalt oder neben Wiesen recht unangenehm. Ist aber in jedem Fall ein persönliches Ding und nichts was mit dem Rennen als solches zu tun hat.

Danach kommt man allmählich in den Hafenbereich Heveney auf der anderen Seite des Sees (vom Start/Ziel aus gesehen). Trotz der Absperrungen und tatkräftigen Helfer, die, nebenbei bemerkt, sehr gute Arbeit geleistet haben, kreuzten einige Spaziergänger und Radfahrer die Laufstrecke und wurden damit zu Spontanhindernissen. Darauf hatte der Veranstalter aber bereits kurz vor dem Start hingewiesen.

Also schnell rum ums Hafenbecken und wieder rauf auf den Fußweg am See. Von hier aus waren es noch ca. 2,5km bis zum Ziel. Auf dieser Strecke gab es nur noch wenig Schatten und ich war froh, das Wasser am Versorgungspunkt getrunken zu haben. Bisher konnte ich meinen Puls bei max. 175bpm halten und meine Pace lag irgendwo bei 4:35min, also vollkommen zufriedenstellend für diese Wetterlage.

altAuf den letzten 1500m hatte ich das Gefühl, das Tempo noch ein wenig anziehen zu können und wollte hinterher nicht sagen: "Hätte ich doch nochmal auf die Tube gedrückt!" Also hängte ich mich an eine Vierergruppe jugendlicher Leichtathleten, die ein strammes Tempo machten. Als das Ziel schon im Blick war - noch ca. 500m - lösten sich die beiden jungen Männer und die Damen fielen etwas zurück. Die Männer konnte ich nicht schnappen, aber ich erinnerte mich, dass eine runde im Stadion niemanden umbringt. Also nochmal alles raushauen was geht! Kurzzeitig sagten meine Beine: "Was issn da oben los?" und mussten sich kurz auf das Tempo einstellen. Trotzdem konnte ich mit einem Pace von etwa 4:20min ins Ziel laufen.

 

Nach dem Lauf

Da die Zeit brutto gemessen wurde, hatte ich keine echte Kontrolle, wie meine Zielzeit ist. Laut FR305 musste die zeit aber knapp unter 47:00min rauskommen, was angesichts des Wetters und mit den VFF für mich vollkommen okay war. Nach der Ziellinie musste ich durch einen schmalen Gang und die Organisatoren notierten Startnummer und Zeit. Ich war aber ein wenig zu geschafft und wollte jetzt erst einmal etwas trinken. Ein kaltes Alkoholfreies kam da wie gerufen. Ich schaffte aber nur den halben Becher und ging dann erstmal zum Umziehen.

Nach dem Umziehen nahm ich mir noch ein wenig Zeit ein paar Bilder zu machen und die letzten LäuferInnen ins Ziel zu rufen. Auch jetzt kann ich noch auf dem Platz rund um das Bootshaus das eine oder andere bekannte Gesicht sehen und schaue noch ein wenig bei der Siegerehrung der Kinder und Schüler zu. Dann geht's Richtung Auto und ab nach Hause.

 

Unser Eindruck

altSicher haben die großen Events etwas Spektakuläres. Aber gerade die kleinen Veranstaltungen mit ihrem familiären Charakter sprechen mich eher an. Dabei geht es noch nicht einmal um die Startgebühr. So bemüht die Helfer bei den großen Events auch sind, diesen besonderen Kontakt zu den Teilnehmern bekommt man nur bei kleineren Teilnehmergruppen hin. Spätestens bei der zweiten Teilnahme hat man das Gefühl, unter Lauffreunden zu sein. Wohl möglich liegt es daran, dass kleine Events meist von Laufgemeinschaften oder Leichtathletikvereinen veranstaltet werden und die Helfer aus dem Verein kommen und nicht angeheuert werden müssen.

Der Kemnader See mit seinem Volkslauf wird auf jeden Fall in die Saisonplanung 2014 einfließen und möglicherweise wieder das Event zum Lauf in den VFF werden.

 

Dem Veranstaltenden Verein, der LGO Bochum, möchte ich nochmal meinen Dank für diese tolle Veranstaltung aussprechen und ich hoffe, dass der 13. Volkslauf in 2014 stattfinden wird.

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