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36. Herner Silvesterlauf 2012

Auch in 2012 haben wir die Gelegenheit genutzt, das Läuferjahr mit einem Lauf zu beenden, der schon auf eine recht lange Tradition zurückschaut. Der Herner Silvesterlauf im Gysenberg Wald fand 2012 zum 36. Mal statt. Für uns war es zwar erst die zweite Teilnahme, aber viele der rund 1200 Läufer und Walker haben sicherlich schon in den vergangenen Jahren ihre Runde am 31.12. gedreht. [B]

 

 

 

Vor dem Lauf

Kurz vor dem Hauptlauf hatte ich noch Gelegenheit mit dem Einen oder Anderen zu sprechen, den man hauptsächlich aus der virtuellen Welt kennt. Immer wieder eine schöne Sache, wenn die Virtualität verloren geht.

Das Wetter war für diesen Lauf gut gelaunt und es sah nicht so aus, als wenn es in der nächsten Zeit regnen würde. Es herrschte zwar ein frischer Wind, aber auch der blies von der Richtung her so, dass er in der zweiten Runde die LäuferInnen unterstützen würde. Mit etwakonnte man den Lauf locker in einer Short angehen. Bei dem Höhenprofil würde sicher keiner eine Unterkühlung erleiden. Ein großes Augenmerk widme ich bei diesem Lauf meinen neuen Schuhen. Kurz vor Weihnachten wurde ich als Tester für Produkte von Brooks mit den neuen Pure Grit 2 ausgestattet, die ab Januar zu bekommen sind. Obwohl ich im letzten Jahr mit den Brooks Cascadia 7 mehr als zufrieden war, bot sich die Strecke an, um den Grit 2 im Wettkampfeinsatz testen zu können.

 

(c) NK

Als es auf 10:30 Uhr hinging, sortierte sich jeder so langsam in das Startfeld ein. Eine Brutto gemessene Zeit ist für mich immer noch etwas ungewohnt, da die Zeitmessung nur für die vordersten Starter "korrekt" ist. Allerdings reden wir hier auch nicht über Minuten, die vergehen, bis die letzte Läufer in oder der letzte Läufer die Startlinie überquert hat.

 

Auf der Strecke

Ich starte meine FR305 also mit dem Startschuß, um meine Zielzeit besser kontrollieren zu können. Geschätzte fünf Sekungen vergehen, bis ich tatsächlich über die Startlinie komme. Da ich mir für dieses Rennen keine Bestzeit vorgenommen habe, gehe ich den ersten Teil der Strecke ruhig an. Bereits auf dem Stück Straße (Am Revierpark und Gysenbergstraße) machen die Pure Grit 2 einen sehr guten Eindruck. Sehr guter Bodenkontakt und ein unbezahlbares Gefühl von Leichtigkeit - das ist der erste Eindruck. Mit einem Pace von etwa 5:00min/km geht es auf 2km leicht bergauf (von 80 auf 130m). Erst längs dem Ostbach und dann Entlang der Grenze zu Bochum. Eigentlich nichts Besonderes, aber wenn man immer nur flache Strecken läuft, haben die letzte 200m des Anstiegs es in sich. Oben angekommen, mussten einige erstmal wieder ihren Puls sortieren, um einigermaßen weiterlaufen zu können. Wenn möglich, laufe ich Strecken in der Nähe immer mindestens einmal vorab, damit ich mich darauf einstellen kann. Den Gysenberg habe ich mittlerweile zu schätzen gelernt, da das Gelände nicht ganz so einfach ist und eine gute Abwechslung zu den Strecken durch die Stadt, die doch eher flach sind. Anfang Dezember hatte ich die Gelegenheit einen Testlauf auf der Strecke zu machen. Dank GPS-Aufzeichnung vom letzten Jahr konnte ich die Strecke gut ablaufen.

 

(c) AK

Danach geht es mit leichten Anstiegen und Bergabpassagen durch den Wald des Gysenberg. Erst raus bis zur Gerther Straße und dann bis zum Fußballplatz. An bestimmten Punkten im Wald sind zahlreiche Zuschauer zu sehen, welche die LäuferInnen anfeuern und unterstützen. Zwischendurch ist immer wieder Gelegenheit oder Notwendigkeit, ein paar LäuferInnen zu überholen, welche die Strecke unterschätzt haben oder einfach langsamer laufen. Auf dem normalen Waldweg macht der Pure Grit 2 alles mit, was ich ihm zumute. Auch enge Kurven sind problemlos zu laufen. Keine Probleme mit dem Untergrund und auch der Halt im Schuh selbst ist bestens.

 

Nicht immer gelingt das Überholen auf der Strecke. Manche Laufgruppen verhalten sich wie beim Sonntagstraining und blockieren mit vier Leuten die Strecke auf kompletter Breite. Ich habe es aufgegeben mich zu ärgern, sondern setze dann eben zum Überholen auf dem Seitenstreifen an. Diese bestehen in der Regel aus loserem Untergrund und gerade im Wald kann das auch schonmal ein (c) NKGlücksspiel sein. Auch hier kann ich mich voll und ganz auf die Schuhe verlassen und spätestens nach dem zweiten Überholen, weiß ich, dass der Pure Grit 2 für mich arbeitet.

 

Diese Runde läuft man zwei Mal mit leicht abweichender Streckenführung, um dann auf den anfänglichen 2km überwiegend bergab zu laufen. Hier kann man nochmal richtig Tempo aufnehmen. Es zahlt sich aus, wenn man es nicht zu schnell angegangen ist.

 

Etwa nach 7km habe ich mich an eine Dreiergruppe gehängt, die ein gutes Tempo läuft. Da gerade eine langgezogene Strecke anstand, hang ich mich dran, um mein Tempo gut halten zu können. Auch auf dem letzten Kilometer, der nochmal zwei kurze Anstiege beinhaltet (insgesamt 15m) - die man zu diesem Zeitpunkt ganz sicher nicht mehr braucht - , konnte ich die Gruppe gut gebrauchen, um im Tempo zu bleiben. Eher zufällig haben die Drei sich wohl eine ähnliche Zielzeit vorgenommen.

 

Auf dem letzten halben Kilometer verläuft die Strecke zunächst bergab, um dann auf der (c) AK Zielgeraden für knapp 300m flach zu verlaufen. Als wir auf die Zielgerade einbiegen, nutze ich eine Lücke und ein wenig Schwung, um mich vor die Gruppe zu setzen. Ab hier lege ich einen Zahn zu, ohne zu wissen, wie schnell ich bin und ohne zu wissen, wo meine Zielzeit liegen wird. Der Zieleinlauf macht einfach soviel Spaß, dass ich nochmal alles rausholen will. Und die Beine spielen tatsächlich mit. Ein echter Sprint ist nicht mehr drin, aber immerhin kann ich meine Verfolger bis 5m vor dem Ziel hinter mir halten ... oder habe ich sie motiviert, nochmal alles zu geben? Erst jetzt werde ich von einem Läufer überholt. Ich sehe es nur aus dem Augenwinkel und er ist die berühmte Nasenlänge vorn - genauer gesagt: eine Sekunde! Ich kann meine Zeit für diese Strecke um 70 Sekunden verbessern. Mehr hatte ich mir garnicht vorgenommen. Es hat Spaß gemacht.

 

Nach dem Lauf

(c) AK Im Ziel angekommen, gratuliere ich noch kurz der Dreiergruppe und mache mich dann auf zum Getränkestand. Zwei halbe Bananen und zwei Becher Wasser sollen reichen, bevor ich zur Umkleide gehe. Leider treffe ich nach dem Umziehen niemanden mehr, aber dank Social Media kann man seinen Dank und seine Wünsche zum Jahreswechsel schon los werden.

 

Für diese tolle Veranstaltung danken wir dem Team rund um Klaus Ahlhorn und der Westfalia Herne, als ausrichtendem Verein. Die gelungene Organisation und die professionelle Streckenführung, inklusive Markierung gefährlicher Stellen und Einsatz von Streckenposten an wichtigen Stellen, sichern dem Herner Silversterlauf einen Eintrag in unserem Laufkalender für 2013.

 

 

Viel Dank auch an Anke (AK) und Nina (NKfür die tollen Bilder!

 

 

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