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f006dab33d93ce447b7b6282d8345612.jpgAls die Einladung für den Brooks Münster City RUN 2013 (BMCR 13) aus der Brooks Europazentrale in Münster kam, war sofort klar, dass ich da wieder teilnehmen muss. Schon alleine wegen des angekündigten Vorprogramms. Brooks hat wieder einer Gruppe von Interessenten die Möglichkeit gegeben hinter die Kulissen zu schauen. Am Ende dieses Tages stand dann der 10km Lauf durch die Innenstadt von Münster. [B]

 

 

Pastaparty

Der offizielle Beginn des Tages bei Brooks war 12:00 Uhr mit einer Begrüßung durch Andreas Duck (Online Marketing) und der Vorstellung des Programms für diesen Tag. Erster Tagesordnungspunkt: Pastaparty! Beim Italiener, den man zu Fuß in wenigen Minuten erreichen konnte, konnten wir uns erst einmal stärken. An dem Buffet war für jeden etwas dabei, um seine Speicher noch ein letztes Mal vor dem Lauf aufzufüllen. Beim gemeinsamen Essen wurde auch die Gelegenheit genutzt, sich mit anderen LäuferInnen auszutauschen, die man sonst nur aus den Social Media Kanälen kennt. Immer wieder eine wertvolle Erfahrung, wenn man den Mensch hinter dem Schreiber einmal in Person kennen lernt.

 

Anschließend begann der Blick hinter die Kulissen bei Brooks. Nach einer kurzen Einführung wurde die Gruppe aufgeteilt. Meiner Hälfte stand zunächst Hendrick Auf'mkolk nach einem kurzen Vortrag rund um die Themen Laufen und Bloggen Rede und Anwort. Er outete sich als normaler, allerdings recht ambitionierter, Läufer, der gerne reist. Dies zu verbinden schafft er immer wieder mit interessanten Läufen und vermittelt uns, dass er beim Traillaufen die Landschaft intensiver erleben kann. Unter den Teilnehmern war auch Marcel "Maazel" Martens, ein Läufer, bei dem ich glaube, dass er eher das Ungewöhnliche sucht - auf jeden Fall, was das Laufen angeht.

 

fc3d05b767e3b340e033e9355569b657.jpgJetzt kommt der Punkt, auf den ich mich schon letztes Jahr gefreut habe: der Rundgang durch die Büros bis hin zu Bradley Fisher (Brad) dem Chef Designer (oder offiziell: Footware Merchandising Manager) für den europäischen Markt. Also, zuerst durch die Büros, die übrigens nicht extra aufgeräumt wurden. Die ersten wirklich wichtige Station war die Wand mit den Modellen für 2014 und den Samples, die es nie in den Verkauf schaffen. Bei manchen Farbkombis kann ich das nachvollziehen. Allerdings gab es eine Version des Mach, die nahezu jeder Teilnehmer gerne sofort mitgenommen hätte. Sie hatten ein 8-Bit Computerspielmuster, dass nicht nur die Leute faszinierte, die in den 80ern groß geworden sind. Wenn man das erste mal diesen Bereich sieht, ist man erstaunt von den ganzen Mustern die in den herumstehenden Kartons liegen, die hergestellt werden um einfach auszuprobieren, wie die Farben oder Schuhelemente wirken – allerdings immer nur ein Schuh, und kein Paar.

 

c828d289f352d2dbfcb7e985e5c20acf.jpgJetzt hatte Brad für uns Zeit. Nach recht kurzer Zeit war klar, dass er eine Menge zu erzählen hatte und dies gerne tat. Allerdings tat er dies auch mit angenehmer Überzeugung, was heißen soll, dass er weder schlecht über die Konkurrent redete, noch einfach irgendwelche Werbeparolen runterspulte. Alles hatte Hand und Fuß und wirkte nicht fadenscheinig konstruiert. Er war auch offen für alle Fragen und konnte diese kompetent beantworten. Uns wurden viele Modelle vorgestellt, die im Herbst 2014 oder Frühjahr 2015 erscheinen werden. Jeweils mit einer kurzen Erläuterung was sich ändern wird und warum. Da waren sehr interessante Innovationen dabei und auch die Gründe für oder gegen eine Entwicklung waren stichhaltig oder zumindest plausibel, falls man anderer Meinung sein sollte. Man macht sich kaum Gedanken darüber, warum ein Schuh in dieser Farbkombi für den deutschen/europäischen Markt erscheint, nicht aber in den USA. Auch hier waren es häufig einfache Fakten. Brad war stolz uns den Aduro – sein „Baby“ - vorzustellen und zu erklären, warum dieser Schuh speziell für den deutschen Markt entworfen wurde. Ich hatte im letzten Jahr schon das Glück, mit Andreas ein Treffen bei Brooks zu haben, welches außerhalb des Brooks City RUN 2012 lag. Hier hatte er mir schon erläutert, wie ernst es Brooks mit dem Feedback der LäuferInnen nimmt. Brad hat das nochmal fett unterstrichen und gesagt, dass es nicht hilft, einen Schuh im Labor zu entwerfen, wenn es an den Bedürfnissen der LäuferInnen vorbei geht. Das ist auch einfach meine Erfahrung aus den drei Jahren als Produkttester für Brooks, weshalb ich das nicht weiter ausführen möchte.

 

Brooks hat diesen offiziellen Teil in einem Video zusammengefasst.

 

 

 

Kaffeeklatsch

Nach dem offiziellen Teil in der Brooks Zentrale ging es dann in die Innenstadt von Münster. Man hatte dort einen Bereich des Cafe Gasolin für uns reserviert und diesen unverkennbar markiert. Die Karte hatte für jeden etwas zu bieten und viele haben bei einem Stück Kuchen nicht nein gesagt. In lockerer Atmosphäre konnte man sich mit den anderen Teilnehmer/Innen des Nachmittags austauschen und die Zeit bis zum Lauf entspannt herumkriegen.

 

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Irgendwann tauchte Andreas mit den Startnummern auf und verteilte diese. Ein eindeutiges Zeichen, dass es bald los ging. Einige machten sich auch bald darauf auf den Weg ins Hotel, um sich umzuziehen. Ich hatte den Wagen in einem naheliegenden Parkhaus abgestellt und machte mich irgendwann auch auf den Weg dorthin. Umziehen, noch ein wenig entspannen und dann mit ausreichend Vorlaufzeit auf den Weg machen, Richtung Münsteraner Dom.

 

Der Lauf

Vor dem Lauf war es immer noch etwa 26° und damit für mich auf jeden Fall zu warm, um die Sub45 ernsthaft anzugehen. Also suchte ich kurz vor Start noch schnell ein paar mir bekannte LäuferInnen und wünschte ihnen einen guten Lauf. Irgendwo im Mittelfeld der LäuferInnen sortierte ich mich letztlich ein und wartete in der von der Zuschauern getragenen tollen Atmosphäre darauf, dass der Startschuß fiel. Pünktlich um 19:30 Uhr ging es los.

Vielen scheint es schwer zu fallen, eine relativ kurze Runde (2km) fünf Mal zu laufen. Wenn man allerdings fünf Mal im Start-/Ziel-Bereich von den Zuschauern motiviert wird und diese nicht 30 Minuten und länger warten müssen, bis sich die ersten LäuferInnen zeigen, haben beide etwas davon. Ich will diesmal bewegte Bilder sprechen lassen und nur anmerken, dass das Video gut gemacht ist, aber keineswegs übertreibt, was die Stimmung angeht.

 

 

 

Meine Meinung

Auf der einen Seite speziell wegen Brooks, auf der anderen Seite aber auch grundsätzlich, hat dieser Tag in der Europazentrale und anschließend beim Lauf in Münster wieder riesigen Spaß gemacht. Speziell deswegen, weil Brooks u.a. mit dieser Aktion die Nähe zu den LäuferInnen unterstreicht. Der Kontakt zu den LäuferInnen – ich vermeide bewusst den Begriff „Kunde“ - fließt nicht nur bei der Farbwahl in die Entwicklung eines neuen Schuhes oder einer Textilie ein. Modetrends werden als letztes berücksichtigt und eventuell sogar vernachlässigt, wenn die LäuferInnen das nicht wollen. Hierbei steht der Gegenwert im Fokus, den die LäuferInnen für den Preis der Brooksprodukte erhalten. Grundsätzlich war es toll, bei dieser Gelegenheit eine Reihe der Leute (wiederzu-)treffen, die sich so im Social Media rumtreiben. Echte Menschen hinter Accounts sind immer wieder einen Virtualitätsverlust wert.

 

Vielen Dank an dieser Stelle an Brooks für diesen tollen Tag!

 

Bis 2014: Run Happy

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