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a335781e3ded83fee2a5bcefb6d0b276.jpgAm 02.06.2013 hat nach zweijähriger Pause wieder der Run&Rock im Gelsenkirchener Nordsternpark stattgefunden. Früher war es eine Veranstaltungsserie, jetzt lebte das Event als Einzelveranstaltung wieder auf und wurde von den gut 500 Startern gut angenommen. Bei dem tollen Wetter war das auch keine Frage. Wie es (sich) lief, lest ihr im Artikel. [B]

 

 

 

In den letzten Jahren konnte man über vier Events verteilt bis zu einen Split-Marathon laufen. Die Events waren nicht nur zeitlich getrennt, sondern fanden auch in vier großen Ruhrgebietsstädten statt. Dieses Konzept hat man für 2013 aufgegeben und nur ein Event angesetzt - im Nordsternpark in Gelsenkirchen. Parallel zu dem eigentlichen Event konnte zu den Startgebühren von jeder Läuferin / jedem Läufer noch ein beliebiger Betrag gespendet werden. Alle Spender bekamen dann ein Kopftuch/Schlauchschal mit dem Logo des Events und der Spendenorganisation Small-Seeds.

Vor dem Lauf

Die Online-Anmeldung lief unproblematisch und man konnte bereits hier den gewünschten Spendenbeitrag zufügen und sich damit ein Kopftuch sichern. Leider habe ich mich zu spät entschlossen und konnte mir keines der Shirts für Frühanmelder sichern. Das passiert den Kurzenschlossenen.

Mit der letzten Info vom Veranstalter kam per eMail dann auch der endgültige Streckenverlauf. Da ich schon vorab die "alte" Strecke gelaufen bin, war ich ein wenig überrascht über die "neue" Strecke. Zwar war noch die Schurenbachhalde zu laufen, aber der eine oder andere Schlenker war neu.

Im Vorfeld habe ich mich mit Christoph Schill aus der Laufen-NRW Gruppe auf Facebook verabredet und einen Treffpunkt im Startbereich vereinbart. Als ich gegen 14:10 dort ankam waren schon eine Menge Leute aus der Gruppe dort und den einen oder anderen konnte ich auch kurz sprechen. Wieder einmal ein netter Virtualitätsverlust.

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Der Platz vor der Zeche Nordstern war nicht übermäßig gefüllt, aber es machte trotzdem den Eindruck, als wenn eine ganze Menge LäuferInnen starten würden. Später erfuhr ich, dass es gut 500 StarterInnen über alle Disziplinen waren. Neben dem Hauptlauf über 10km wurden noch 5km angeboten, 1,5km für Schüler und ein 750m Lauf für Bambinis. Ich hatte mich für die 10km angemeldet.

c74b8d8e6438b6285eeef146cd0e2a01.jpgBis hierher hatte der Veranstalter an alles gedacht: Sitzgelegenheiten und Verpflegung neben dem Start/Zielberiche, die Startnummernausgabe und die Ausgabe bzw. der Verkauf der Kopftücher und Shirts klappte tadellos. Einziges Manko im Vorfeld war die Anzahl der aufgestellten Mobil-Toiletten. Die Schlange vor den vier Klos war kurz vor dem Start beunruhigend lang, aber ich denke jeder kam letztendlich pünktlich zum Start.

Das Zeitnahmesystem von GIT (get-it-timed.de) war neu für mich. Die beiden auf Papier aufgebrachten Transponder wurden einfach an beiden Schuhen in die Schnürsenkel gefädelt. Das sah ein wenig lustig aus, war aber kinderleicht. Alle vorangemeldeten TeilnehmerInnen bekamen zudem Startnummernschilder mit Vornamen. Um 14:30 Uhr starteten die letzten Schüler auf den 1,5km und ziemlich pünktlich um 15:00 Uhr schickte uns der Sprecher auf die 5 bzw. 10km, welche gleichzeitig starteten.

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Auf der Strecke

Da schon der Start an einer anderen Stelle lag, als ich angenommen hatte, versuchte ich den alten Streckenverlauf so weit wie möglich aus meinem Kopf zu löschen. Zu dem verlief die Strecke in entgegengesetzter Richtung. Wir liefen zunächst Richtung Süden über Emscher und Kanal, vorbei am Amphitheater und am großen Spielplatz. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich es geschafft, die LäuferInnen zu überholen, die sich üblichweise zu weit vorne einsortieren. Da der Park für Fußgänger und Radfahrer während des Lauf nicht gesperrt war, gab es hier und da überschaubare Engpässe, an denen man das Tempo ein wenig drosseln musste und nicht frei überholen konnte. Diese Situationen hielten sich aus meiner Sicht aber in Grenzen.

(c) Thomas Koch, www.ruhrpott-runners.de

Es wurde angemerkt, dass die Strecke nicht immer eindeutig markiert gewesen sei. Ich denke, das war in erster Linie für die Führenden interessant, da an den wichtigen Abbiegungen Gitter oder Absprerrungen standen. Der eine oder andere Ordner hätte aber sicher mehr Klarheit in die Angelegenheit bringen können.

Auf der gesamten Strecke verteilt - ich weiß nicht mehr genau wo - waren vier oder fünf Gitaristen, die den LäuferInnen einheizten. Das unterstrich den Charakter des Events und wurde von den TeilnehmerInnen gerne angenommen.

Danach ging es rechts herum in einer großen Schleife auf dem Radweg, bis zum Kanal. Dem folgten wir bis zur Schurenbachhalde und bogen dann links ab, um eine kurze Strecke am östlichen Fuß der Halde hin und wieder zurück zu laufen (Emscherstraße). Bis hierhar war es größtenteils möglich im Schatten zu laufen.

 

Jetzt bogen wir links ab, um die Halde im Norden zu umrunden. Die kleinen Anstiege der ersten Kilometer waren nur zum Warmwerden, denn jetzt wurde es ernst: 45 HM auf knapp 1000m. Nichts, was einen umbringt, aber mein Puls war kurz vor dem Gipfel so hoch, dass ich eine kurze Gehpause einlegen musste. Nach knapp zwei Minuten war wieder alles unter Kontrolle, der Gipfel erreicht, das Wasser am Verpflegungsstand getrunken und ein zügiges Laufen wieder möglich.

Der Anstieg steckte immer noch in meinen Beinen, aber ich wusste, dass die größte Anstrengung überstanden war. Im Schatten kleiner Bäume umrundeten wir einen kleinen Teich und liefen dann auf halber Höhe am nördlichen Rand der Halde ungefähr bis an die Stellen, wo wir beim Aufstieg entlang mussten. Jetzt bogen wir aber scharf rechts ab und machten uns auf den Weg, um die letzten 2,5km hinter uns zu bringen. Wer bisher nicht mit seinen Kräften gehaushaltet hatte, merkte deutlich, dass mit der Halde nicht zu spaßen war.

(c) Thomas Koch, www.ruhrpott-runners.deWeitestgehend auf ebener Strecke überquerten wir erneut den Rhein-Herne-Kanal und liefen an diesem entlang bis zum Amphitheater. In einer kleinen Schleife überquerten wir zunächst die Emscher, danach noch eine Radweg-Brücke aus Metall und konnten dann mit einem leichten Gefälle die letzten 500m ins Ziel laufen. Kurz vor dem Ziel säumten dann die Zuschauer die Strecke und klatschten, während die Läufer auf die Zielgerade einbogen.

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Nach dem Lauf

Forerunner stoppen, Tempo rausnehmen, Musik aus und Ausschau halten nach dem Verpflegungsstand ...

Noch ein kurzer Blick auf die Zeit: 46:25 - absolut zufrieden, bei dieser Strecke! Ich unterhalte mich noch kurz mit einem anderen Läufer, den ich aus Wanne-Eickel kenne und als ich genug getrunken und zwei Stücke Banane gegessen habe, mache ich mich langsam auf den Weg zurück zum Auto.

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Da das auch die Laufstrecke ist, kommen mir immer wieder LäuferInnen entgegen, die auf den letzten Metern sind. Dann und wann feuer ich sie an und versuche sie ein wenig zu motivieren.

 

 

 

 

 

 

 

Fazit zum Lauf

Die Anmeldung zum Run&Rock 2013 war eher spontan, umso schöner war es, dass der Lauf so viel Spaß gemacht hat. Die Organisation im Start- und Zielbereich war gut, bis auf die angesprochenen WCs. Die waren aber auch das Einzige, das aus meiner Sicht optimiert werden sollte. Fände sich noch der eine oder andere Streckenposten, dann wäre es für die LäuferInnen perfekt, die mit den Markierungen Probleme hatten.

Auf der 10km Strecke sollte man in jedem Fall im Auge behalten, dass die Halde eine Menge Kraft verbraucht, was den Lauf aus taktischer Sicht aber umso reizvoller macht. Das "Drumherum" mit Live-Musik an der Strecke und im Ziel-Bereich gibt dem Event seinen besonderen Charakter und in 2013 konnte sich keiner über das schöne Wetter beschweren.

Ich möchte dem Organisationsteam rund um GIT und Small Seeds danken, dass sie dem Lauf noch eine Chance gegeben haben. Da die Online-Anmeldung für 2014 ab sofort geöffnet ist, gehe ich davon aus, dass man bestrebt ist, eine Neuauflage in 2014 zu versuchen.

Vielen Dank auch an Thomas Koch (www.ruhrpott-runners.de) für die beiden Bilder.

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