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20171012 001Nachdem mich mein Hausarzt zum Kardiologen überwiesen hat, wollte ich natürlich so schnell wie möglich einen Termin haben. Nach kurzer Recherche stellte sich raus, dass das wohl nicht so kurzfristig gehen würde. [M]

Man verzeihe mir bitte die Überschrift. Ich möchte mich selbst nicht in der Situation befinden, aus gesundheitlichen Gründen an einer Rhea- oder Therapie-Sportgruppe teilnehmen zu müssen. Und schon garnicht möchte ich mich darüber lustig machen! Dafür ist das Thema absolut zu ernst.

Herz-Ultraschall

Die drei Kardiologen in der Umgebung schrieben auf ihren Internetpräsenzen etwas von 2-3 Monaten Wartezeit. Monate? Ich stellte mir 2-3 Wochen vor. Maximal!

Also bemühte ich den Terminservice meiner Krankenkasse - ja, sowas gibt es - und diese konnten auch keinen früheren Termin machen. So wollte ich das nicht stehen lassen.

Eine Alternative wäre medicos Auf Schalke gewesen. Ein ziemlich großes Programm mit genauer Betrachtung der (möglichen) Ursachen, physisch und psychisch. All-In sozusagen. Einziger Haken: die Kosten (400-600 EURO) werden privat abgerechnet. Wenn man in der gesetzlichen Krankenkasse ist, wird das also nix mit Kostenübernahme. Sehr schade.

Also nochmal telefonisch bei einem der Kardiologen nachgefragt und schwupps: Termin in zwei Wochen, am 09.10.2017! Denn: einfache Untersuchungen werden ohne lange Wartezeit angeboten. Und bei diesem Kardiologen war ich 2011 schon, wegen einem ähnlichen Thema. Damals konnte nichts festgestellt werden und ich habe meinen leicht erhöhten Blutdruck in den anschließenden Jahren per Ausdauerlauf bestens in den Griff bekommen. Bis halt zum Sommer 2017.

Die eigentliche Untersuchung dauerte dann auch nur ca. 10min. Als der Arzt begann, meinen Herzbereich mit dem Ultraschall zu untersuchen, sprach er kein Wort. Mögt ihr das auch so? Das Schweigen dauerte eine gefühlte Ewigkeit und ich hatte noch nichteinmal einen Blick auf den Bildschirm.

Der Arzt konnte mir die gute Nachricht verkünden, dass, wenn der Blutdruck über einen längeren Zeitraum erhöht gewesen sei, er keinen Schaden am Herzen und den umliegenden Gefäßen verursacht habe. Könnt ihr euch das Geräusch vorstellen, wenn ein Meteor auf der Erde aufschlägt. Das war das Geräusch, als mir der Stein vom Herzen gefallen ist.

Da er nur einen kleinen Zeitraum, genauer genommen einen Zeitpunkt betrachten kann, könne er nicht viel mehr Schlüsse ziehen. Das Protokoll der Langzeit-Blutdruckmessung rufe bei ihm aber keine Besorgnis hervor. Er war sich auch nicht sicher, ob man bereits einen Betablocker verschreiben sollte. Den Bericht solle ich mit meinem Hausarzt besprechen.

Da habe ich am 12.10.2017 einen Termin.

Reservebank

In der gesamten Zwischenzeit, also seit dem 04.09.2017 habe ich meine sportlichen Aktivitäten auf ein sehr kontrolliertes Maß runtergefahren. Alle Einheiten dauerten nicht länger als 60 Minuten. Laufen nur in Begleitung oder im Sportstudio. Radfahren als Ergänzung, aber auch nur in Begleitung. Kein Scherz.

Klingt vielleicht ein wenig übertrieben, aber ich habe nicht nur Verantwortung für mich alleine. Wenn etwas passiert, wollte ich das Risiko gefunden zu werden überschaubar halten. Bis heute wusste ich ja nicht, welchem Risiko ich mich mit meinem Training aussetze.

Nach dem Herzecho habe ich zwar immer noch nicht die Ursache für meinen Leistungseinbruch gefunden, aber ich weiß zumindest, dass es nichts Organisches ist.

Herzsportgruppe oder Trainingslager?

Heute geht es zum Hausarzt. Eine erfreulich kurze Wartezeit. Ich weiß nicht, was dabei rauskommen wird, aber es kann nicht so schlimm sein, als wenn der Kardiologe einen Fehler am Herzen festgestellt hätte.

Da ich zeitig zuhause war, ging ich etwas früher zum Termin. So oder so konnte ich es nicht abwarten. Mental hatte ich auf beide Alternativen eingestellt: mit oder ohne Betablocker.

Tatsächlich konnte ich sofort ins Gespräch mit meinem Hausarzt gehen. Dieser sagte, dass alle Ergebnisse zusammengenommen, kein Anlaß dafür bestehe, irgendeine Therapie anzusetzen. Also keine Betablocker und langsam das Training wieder auf das alte Niveau aufbauen. Ebenso das Low Carb High Fat. So einfach kann das sein.

Wir haben weiterhin vereinbart, dass ich meinen Blutdruck und Puls ohne Stress im Auge behalte. Damit komme ich klar!

Auf der einen Seite freue ich mich riesig, dass es keinen medizinischen Grund für meinen Leistungs ... Verzeihung ... Ausdauerknick gibt, auf der anderen Seite weiß ich nicht genau, woran es lag. Ich werde meine Ausdauer jetzt langsam wieder aufbauen und erst dann wieder an einem Event teilnehmen, wenn ich dazu Lust habe.

 

Akte Blutdruck geschlossen...

 

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Dieses Bild hängt am Eingang zur Praxis meines Kardiologen (Nüse/Posur).

 

 

 

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Ich bin Matthias und Autor & Gründer von runHerne. Seit 2010 habe ich das regelmäßige Laufen für mich wiederentdeckt. Auf runHerne berichte ich über Events und Produkte rund um die Themen Laufen, Fitness und Crossfit. Meine Laufrunden befinden sich mitten im Ruhrgebiet.

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