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20140201_blackband_g-o_00_sm.jpgAm 01.02.2014 war es endlich so weit. Nach einigen Wochen Baustelle, war die Blackband Crossfit Box in Bochum endlich fertig. Fast alle Geräte waren da und man hat sich ein nettes Rahmenprogramm zurecht gelegt. Fehlten nur noch die Besucher und/oder Aktiven, die ab 13:00 erwartet wurden. Wie es dann wurde, lest ihr hier. [B]

 

 

 

Vorab hatte ich mich bei Tim zu einem WOD um 17:00 Uhr angemeldet und hatte also nicht nur die Camera im Gepäck, sondern auch meine Sportklamotten und eine gehörige Menge an Motivation. Ich freute mich auf die Eröffnung.

Da ich aus terminlichen Gründen erst kurz nach 16:00 in der Box ankam, habe ich die offizielle Eröffnung leider verpasst. Draußen vom Parkplatz konnte man aber auch jetzt schon diese typische Musik mit metallischem Charakter hören, die ich in den meisten Boxen erlebt habe. Dazwischen hörte man die Unterhaltung der Gäste und Anfeuerungsrufe. Durch die Fenster war zu sehen, dass eine große Menge an Leuten in der Box waren. Als ich in den Eingangsbereich kam, standen dort auch schon einige Besucher, die sich am Buffet erfreuten.

928c2520ce77f5787f7b4c04088ee9bb.jpgIch hatte die Trainingshalle ja schon vor ein paar Wochen gesehen, als sie noch nach Bauartbeiten aussah. Jetzt war ziemlich alles fertig und es machte einen verdammt guten Eindruck. Der Boden war mit den obligatorischen Gummimatten ausgelegt und die großen Taue hingen vom Dachbalken aus Beton. Auf der Trainingsfläche lief gerade ein WOD und Tim Golles, einer der drei Coaches, achtete darauf, dass die Übungen sauber ausgeführt werden. Hier und da wurde korrigiert und dann gings auch schon wieder weiter. Ich sahe WOD Teilnehmer, die KettleBell Swings machten, einige ruderten und andere machten WallBalls - nette Zusammenstellung. Oh ja, und die meisten der WOD Teilnehmer schwitzten ordentlich. Ein gutes Zeichen!

ed21acea0640ea9144eacde6704bf4a9.jpgMit einem Beamer wurde Videomaterial u. a. von CrossFit.com gezeigt. Wobei die meisten Besucher aber doch interessiert dem WOD folgten und die Teilnehmer anfeuerten. Ich hatte noch ein wenig Zeit und sah mir das Ganze erst mal an, ließ die Atmosphäre ein wenig wirken. Das WOD dauerte nur noch ein paar Minuten und als es zuende war und das CoolDown vorbei, konnte ich Tim kurz begrüßen und erkundigte mich, ob mein Platz im 17:00 WOD noch gilt. Er bejahte dies und ich machte mich auf in die Umkleide.

Die Umkleide war damals auch noch nicht fertig und es sah jetzt alles sauber und ordentlich aus. Als ich mich umgezogen hatte, verstaute ich meinen Rucksack im Regal unter der WOD Tafel und bog noch mal schnell zum WC ab. Das machte, wie die Umkleide, einen perfekten Eindruck. Jetzt waren es nur noch wenige Minuten bis zu meinem WOD und ich konnte sehen, wie einer der Coaches zum Whiteboard (die WODs werden i.d.R. an einer Tafel bekannt gegeben) ging und zunächst die Namen der Teilnehmer aufschrieb. Danach folgte das WOD: 10 Minten AMRAP (so viele Runden wie möglich) 5 PushUps (Liegestütz), 10 MedBall Cleans (doppelte Kniebeuge mit Medizinball) und 30 SingleUnders (einfaches Seilspringen) - das hörte sich machbar an.

Alle Teinehmer des WOD wurden zusammengerufen und Andreas erklärte, wie das Training ablaufen würde: aufwärmen mit dem Springseil, erarbeiten der Übungen in kleinen Schritten, WOD, CoolDown inkl. Stretching. Das Seilspringen stellte kein Problem dar, aber Andreas hatte trotzdem noch den einen oder anderen Tipp für mich. Beim WarmUp mit den Seilen zeigte sich schon, wer beim Seilspringen Probleme hatte. Wer Kinder hat, besonders Mädchen, ist hier klar im Vorteil. Hier zählt einfach die Übung. Bei einem Liegestütz sieht das schon ganz anders aus. Hier sind Position der Hände, Haltung der Arme und deren Bewegung entscheidend. Wer einen richtigen Liegenstützt macht, strengt sich zwar anfangs mehr an, da die Kraft zu einem großen Teil aus dem Trizeps kommt, aber dieser Muskel spielt bei so vielen Übungen eine Rolle, dass man ihn zwangsläufig trainiert. Da der Liegestütz mittlerweile regelmäßig zu meinem Training gehört auch hier kein Problem. Die dritte Übung, der MedBall Clean, setzt sich aus drei wesentlichen Schritten zusammen, die wir jetzt einzeln erarbeitet haben. Zuvor haben wir den Medizinball gewählt, genauer, das Gewicht. Ich habe mich für sportliche 10kg entschieden. Zu sportlich, wie sich zeigen sollte.

b68ccb57e73e239a6cd6ffe265aa4a60.jpgErster Teil: explosives Hochreißen des Ball aus der Hocke. Zweiter Teil: im Punkt der Schwerelosigkeit des Balls, diesen Umsetzen und wieder in die Hocke. Dritter Teil: Ball vor der Brust halten und ganz hinstellen. So einfach geht das. Bis die Bewegung zufriedenstellend saß, hat es aber fast 20 Minuten gedauert. Die richtige Technik ist ein zentrales Thema im CrossFit um Verletzungen zu vermeiden und effizient zu arbeiten. Hierbei geht es nicht ums Mogeln. Wer schon mal ein WOD in einer CrossFit Box mitgemacht hat, weiß dass die Übungen zwar optimiert sind, aber an vielen Stellen mehr Übung benötigen und eine Grundlage an Kraft, um diese Bewegungen effizient auszuführen. Kurze Faustregel aus eigener Erfahrung: wenn Du Dich fragst, warum eine Übung während der Durchführung Schmerzen bereitet, machst Du etwas falsch! Wenn es lediglich schwierig ist, ist normalerweise alles im grünen Bereich, daran kann man arbeiten. Bei mir: Schmerzen im Schultergelenk bei den Klimmzügen. Lösung war eine falsche Stellung der Ellenbogen. Jetzt kostet es zwar mehr Kraft, aber die kommt von selbst.

c21b8979da8da4873327be84202a07ef.jpgOkay, genug gefaselt, Zeit für's WOD. Wir einigten uns darauf, Springseile und Medizinbälle in einer sinnvollen Abfolge in der Halle zu verteilen, so dass jeder ausreichend Platz hatte. Andreas stellte die Uhr und der Countdown von 10s begann. Auf Null begannen alle mit den ersten Liegenstütz und die Zuschauer feuerten die Aktiven an. Noch lief alles geschmeidig und man steckte gerade in der ersten großen Adrenalinwolke. Die MedBall Cleans klappten recht gut und ehe ich mich versah, waren nach knapp 2 Minuten auch die SingleUnders geschafft. Das ließ mich fünf Runden anpeilen. Am Ende der zweiten Runde merkte ich allerdings, dass die MedBall Cleans die hinteren Oberschenkel und den Gesäßmuskel ziemlich forderten. Was für mich beim Laufen = #RunHappy bedeutet, ist im CrossFit = #BeastModeOn. Dieses Umschalten konnte ich auch bei dem einen oder anderen der etwa 12 TeilnehmerInnen beobachten.

1fc013a51afded6b68d832815672415a.jpgIch nahm lediglich etwas Tempo raus, um nicht die saubere Technik für eine Wiederholung zu opfern. Trotzdem korrigierte Andreas meine Clean Bewegung, als er vorbei kam. Das kostete zusätzlich Zeit. Na gut, wir sind nicht in den CrossFit Open, also alles okay! Die zweite Runde SingleUnders waren eher eine Erholung und ich nahm den ersten Schluck aus meiner Trinkflasche. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass die fünf Runden zwar ein Wunsch, aber nicht realistisch waren. Jetzt rein in die dritte Runde! Liegestütz, check. MedBall Cleans, nur noch in Dreierpäckchen mit kurzen Pausen, dazwischen durchatmen. Die SingleUnders nutzte ich, um wieder etwas runter zu kommen. Noch einen großen Schluck aus der Trinkflasche, kurz den strömenden Schweiß wegwischen und wieder zu den Liegestützen: ... 5 und weg. Jetzt raste der Puls und die Muskeln wollte gar nicht mehr, so wie ich wollte. Spätestens jetzt merkte ich wieder am eigenen Leib, dass der Ursprung des CrossFit im hochintensiven Intervalltraining (HIIT) liegt.

In den letzten zwei MInuten des WOD gaben die Zuschauer alles und man aktivierte unweigerlich noch mal alle Reserven. Allerdings sah ich auch, dass viele andere etwa genauso weit waren und mit dem einen oder anderen Clean kämpften. Als ich das Springseil in die Hand nahm, waren noch 60 Sekunden Zeit. Kurz Durchatmen und los. Etwa in der letzten Sekunde war ich mit meine 30 SingleUnders fertig. Alle sahen abgekämpft aus, hatten aber auch einen Ausruck von Zufriedenheit im Gesicht.  #BeastModeOff

Am Anschluß an das WOD ist es üblich, sich abzuklatschen bzw. HighFive zu geben. Das machten wir auch jetzt und man merkte, dass durch solche Gesten das Gruppengefühl in der Box begründet, gepflegt und gestärkt wird. Jeder ist sein eigener Gegner, aber die Gruppe trainiert zusammen. In den normalen Kursen ist es auch so, dass die Leute, die schon fertig sind, die anderen anfeuern, bis diese es geschafft haben. Das haben diesmal die Zuschauer übernommen, denn bei einem AMRAP WOD ist jeder bis zum Ende mit sich selbst beschäftigt.

Wir brauchten ein paar Minuten, um uns zu erholen. Wenn das nicht so wäre, hätte ich etwas faslch gemacht. Diesen Effekt kannte ich aus den bisherigen CrossFit Trainings bzw. WODs die ich absolviert hatte - hochintensiv eben. Andreas führte uns noch kompetent durch einige interessante Stretchingübungen, die ich teilweise noch nicht kannte. Mein Sehnen meinten allerdings, dass sie sehr effektiv waren.

7f36e949f9cc43f5ca568f1dc4ad0f83.jpgNach dem Training zog ich mich um, und hielt mich noch ein wenig in der Halle auf. Eininge versuchten sich noch daran, an den Tauen bis zur Decke zu klettern, oder an den Ringen einen PowerUp auszuführen.

Ich verabschiedete mich dann irgendwann von Tim und Sebastian und machte mich auf den Heimweg. Ich schielte schon während meines gesamten Aufenthaltes in der Box auf die Shirts, welche die Blackband CrossFit Box hatte machen lassen. Dummerweise hatte ich nicht genug Geld dabei, um eines zu kaufen, aber damit einen guten Grund, die Box möglichst bald wieder zu besuchen.

Im CrossFit gibt es mittlerweile verschiedene Spezialisierungen. Die WODs werden hierbei z. B. an die Anforderungen im Football angepasst. Brian MacKenzie hat sich z. B. dem Ausdauersport verschrieben und entwickelt mit seinem CrossFit Endurance Programm Workouts für das Radfahren, Schwimmen, Laufen oder alles zusammen im Triathlon oder in beliebiger Kombination. Hier lohnt sich sicher ein Blick auf die Seite: www.crossfit-endurance.com. Die Blackband Crossfit Box möchte diese Workouts ebenfalls irgendwann anbieten, allerdings ist es nicht ganz einfach einen der wenigen Plätze in den Lizensierungslehrgängen zu bekommen, die die Coaches für dieses Thema fit machen.

Mir hat das Training in der Blackband Crossfit Box wieder riesigen Spaß gemacht und ich wünsche der Box und dem ganzen Team viel Erfolg und viele interessierte neue Sportler, die den Sport nicht nur ausprobieren wollen, sonder auch infiziert werden von der Idee, die dahinter steckt.


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Die Blackband Crossfit Box findet man hier:

 

Blackband CrossFit Bochum

Kohlenstraße 51-55

44795 Bochum

0160 - 927 597 00

smalltalk[a]blackbandcrossfit.de

www.blackbandcrossfit.de

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