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20170717 00 teaserMeine Marathonvorbereitung steht dieses Mal unter dem Motto "LCHF Endurance", also Energie durch Fett. In einigen Beiträgen auf meinem Blog habe ich dieses Projekt schon angekündigt, aber jetzt ist es so weit. Bis zum Oktober werde ich in zwei Stufen versuchen meine Energieversorgung für's Training komplett auf Fettverbrennung umzustellen. In diesem Post lege ich nochmal meinen Fahrplan und die Eckpunkte fest. [B]

 

 

 

 

Disclaimer

Ich will hier weder das Rad neu erfinden, noch einen Ernährungsstil diktieren. Ich möchte sehen, was dieses Experiment aus mir macht. Wenn du diesen Ernährungsstil auch ausprobieren möchtest, sprich vorher mit deinem Arzt, ob das für dich gesund ist. Ich gebe hier neben den zitierten und angegebenen Quellen ausschließlich meine eigene Meinung und Erfahrungen wieder. Ich habe keinen medizinischen Hintergrund und bin für Kommentare und Korrekturen offen.

Vorlaufphase abgeschlossen

Seit November 2016 bereitete ich mich auf diesen Punkt vor. Mehr als ein halbes Jahr Erfahrungen sammeln und die notwendigen Eckpunkte abstecken. Ein solches Projekt sollte man nicht aus dem Stehgreif angehen. Neben der ärztlichen Untersuchung habe ich auch die Leistungsdiagnostik genutzt, mich mit Sportmedizinern über mein Projekt zu unterhalten. Es gab keinen Grund, das Projekt nicht anzugehen. Die Reaktionen waren durchweg interessiert und man unterstützte mich in meinen Annahmen, die ich über das Laufen mit Fettverbrenung habe. Zusammengefasstes Ergebnis sind normale Cholesterinwerte und eine verbesserte Fettverbrennungskurve. Damit schließe ich diese erste Phase ab.

Der Weg

Jetzt liegen zunächst zwei Wochen Umstellphase vor mir. Ich habe mich in der letzten Zeit schon Low Carb High Fat (LCHF) ernährt, nicht immer zur Freude meiner Familie. Auf Süßes zu verzichten ist mir nicht schwer gefallen. Es ist ja auch gar nicht nötig, auf alle Kohlenhydrate (KH, Carbs) zu verzichten. Man muss aber auf seinen Körper achten und erkennen, wie viel KH man ihm zutrauen kann, um nicht aus der Ketogenese (Ketose) zu fliegen.

Die Ketose ist nämlich das Ziel nach den kommenden zwei Wochen. Damit hätte ich noch 10 Wochen Zeit, in diesem Zustand zu trainieren. In diesem Zustand möchte ich dann auch den Marathon am 08.10. laufen und dabei am liebsten komplett auf Kohlenhydratzufuhr verzichten. Ob das klappt, weiß ich heute noch nicht. Hierzu müssen noch ein paar andere Werte stimmen. Vielleicht muss das auch gar nicht sein. Vielleicht kann ich meinem Körper auch zielgerichtet KH zuführen. Ich muss sehen, was funktioniert.

Für mehr BBQ im Training! :-)

In der Ketose ist der Körper in einem Zustand, in dem er Fette verbrennt, anstatt Zucker. "Aber warum sollte ich das machen, wenn ich doch ausreichend Zucker nachlegen kann?" Nun ja, während des Wettkampfes und dem Training ist das weniger das Problem. Man verbraucht ja im Grunde den gesamten Zucker, den man zu sich nimmt. Aber nach meinem heutigen Kenntnisstand ist Zucker ein generelles Problem. Er ist kein nachhaltiger Energielieferant (weswegen man öfter nachlegen muss) und begünstigt viele Entzündungsprozesse im Körper. Zeitgleich ist der Körper damit beschäftigt, häufiger Insulin zu produzieren und dadurch krankhafte Veränderungen der Bauchspeicheldrüse zu fördern. Durch die Fettverbrennung und -verwertung wird durch eine nachhaltigere/längeranhaltende Energieversorgung, die keine Insulinproduktion provoziert, ein positiver Effekt im Energiehaushalt des Körpers erzeugt.

Ich betrachte hierbei im wesentlichen nicht die Effekte, die Zucker auf deine alltägliche Gesundheit haben kann. Wovon du aber ausgehen kannst ist, dass aktuelle Studien die negativen Einflüsse von (gesunden) Fetten und Cholesterin immer deutlicher widerlegen. Was mir z.B. auch meine bisherigen Blutuntersuchungen gezeigt haben (keine gestiegenen Cholesterinwerte, trotz deutlich erhöhter Fettzufuhr).

Über verschiede Eckzahlen werde ich hier berichten und diese irgendwie auflisten, damit du die möglichen Veränderungen sehen kannst.

Das Ziel

Gesetztes Ziel ist, wie gesagt, der Marathon am 08.10. um den Baldeney See. Vorrangig ist hierbei das Laufen auf Fettreserven. Schön wäre es natürlich auch, wenn ich dabei meine bisherige PB verbessern könnte. Kurzfristiges Ziel ist dabei, in etwa zwei Wochen in der Ketose zu sein, damit ich etwa 10 Wochen in diesem Zustand trainieren und vor allem ausprobieren kann. Viele Umstände, sowie z.B. das Leben in einer Raumstation, kann man meiner Meinung nach nur wirklich testen, wenn man sich "in Echt" dort befindet. Das LCHF habe ich ja schon seit ein paar Monaten praktiziert, aber die Ketose habe ich bisher noch nicht erreichen können und wollte diese auch noch nicht erreichen.

Irgendwie ist das eine Sache, vor der ich irgendwie Respekt habe. Auf der anderen Seite ist es vermutlich auch anstrengend, seine Ernährung im Zaum zu halten. Weshalb ich in den ersten vier Wochen sicher wieder mein Ernährungstagebuch auf FDDB aktivieren werde.

Bis zum 08.10. ist es noch lange hin, aber ich bin kein Freund der Holzhammer-Methode. Das geht im Sport häufig schief. So wie beim Natural Running, werde ich meinem Körper Zeit geben und hoffentlich ganz natürlich die Ketose erreichen und für mein Training nutzen können.

Hast Du schon Erfahrungen mit LCHF oder Ketose im Ausdauersport gemacht? Deine Erfahrungen würden mich interessieren!

 

 

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Ich bin Matthias und Autor & Gründer von runHerne. Seit 2010 habe ich das regelmäßige Laufen für mich wiederentdeckt. Auf runHerne berichte ich über Events und Produkte rund um die Themen Laufen, Fitness und Crossfit. Meine Laufrunden befinden sich mitten im Ruhrgebiet.

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