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miiego boom 00 teaserDas neueste Kopfhörer-Modell von Miiego ist der BOOM. Ich freute mich darüber, dass ich sehr früh ein Testexemplar in den Händen halten durfte und ich war sehr gespannt, was das OverEar Modell klanglich leisten würde und wie komfortabel es sein würde. Nach ein paar Wochen ist es jetzt an der Zeit, meine Erfahrungen mal zusammenzuschreiben. Here we go… [M]

Diesen Erfahrungsbericht/Test muss ich als Werbung einstufen!

Was ich getestet habe

Der BOOM ist das erste OverEar Modell von Miiego. Das bedeutet, die Ohrpolster umschließen dein Ohr komplett. Der Freedom dagegen ist z.B. ein OnEar Modell, welches nur auf deinem Ohr liegt. Die Verbindung zu deinem Smartphone oder sonstigem Abspielgerät kannst du per Bluetooth 4.1 herstellen oder ganz klassisch per beigefügtem Kabel.

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Der BOOM ist aktuell in den Farben Schwarz und Schwarz/Rose Gold verfügbar und wird in einer edlen schwarzen Aufbewahrungsbox geliefert. Der Kopfhörer wiegt 287g und die Verpackung mit dem restlichen Zubehör nochmal 300g.

Miiego verfolgt mit dem BOOM erstmals nicht nur das Konzept eines Sportkopfhörers, sondern möchte auch einen HiFi-taugliches Modell am Markt platzieren, mit dem du kabellos deine Lieblingsmusik genießen kannst, auch wenn du gerade nicht Sport treibst. Dazu liegt dem Paket ein zweites Paar Ohrpolster bei. Ein Paar ist für den Sport gedacht und das Andere ist komfortabler und für den normalen Alltag gedacht.

„For Training and Relaxation“ - Miiego

Erster Kontakt

Bevor ich dir von der Praxistauglichkeit erzähle, muss ich erst ein paar Worte zu der Verpackung verlieren. Wenn du schon mal einen Kopfhörer von Miiego gekauft hast, hast du sicher gesehen, dass diese in einer Transportbox geliefert werden. Auch bei diesem Modell ist das nicht anders.
Dadurch, dass der BOOM aber deutliche Größer ausfällt, hat auch die Verpackung eine beeindruckende Größe (etwa L/B/H 20cm/20cm/15cm).

Das Material fühlt sich wertig an und der Reißverschluss macht einen soliden Eindruck. Um den Kopfhörer in der Verpackung zu verstauen, muss man diesen zusammenklappen, was kein Problem darstellt. Im Deckel befindet sich das Fach, in dem das zweite Paar Ohrpolster aufbewahrt wird.

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Der Kopfhörer selbst macht einen soliden und hochwertigen Eindruck. Der Kunststoff wirkt nicht billig und die Verarbeitung ist sehr ordentlich. Das hat sich auch bis zum Ende des Testzeitraums nicht negativ verändert.

In der Praxis

Die Bedienelemente befinden sich am rechten Lautsprecher. Mit den Tastern kann man die Lautstärke regeln, die Musik starten und stoppen, sowie einen Titel vor- oder zurückspringen. Ein-/Ausschalten und ein Telefonat entgegennehmen kann man ebenfalls über die Taster. Auch der Pairingvorgang wird mit einer der Tasten eingeleitet. dazu später mehr.

Bevor du mit dem BOOM Musik via Bluetooth hören kannst, muss du ihn zunächst aufladen. Danach hält der Akku aber bis zu 22 Stunden. Ich habe ihn meistens schon früher wieder aufgeladen, weil ich nicht während des nächsten Laufs ohne Musik darstehen wollte. Geladen wird der Akku des BOOM mit einem Mini-USB-Kabel am PC oder einer anderen kompatiblen Stromquelle (Handyladegerät, Powerbank).

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Anders als bei den bisherigen Modellen von Miiego, die sich ausschließlich per Bluetooth nutzen ließen, hat der BOOM eine Buchse für ein Kabel. Hier kannst du das mitgelieferte Kabel anschließen, welches an beiden Seiten mit einem 3,5mm Klinkenstecker ausgestattet ist. Das hat zwei entscheidende Vorteile. Erstens ist der 3,5mm Stecker mit den allermeisten Geräten kompatibel – wenn diese einen Kopfhöreranschluss haben. Zweitens kannst du den Kopfhörer auch benutzen, wenn dein Abspielgerät nicht über Bluetooth verfügt oder aber der Akku des Kopfhörers erschöpft ist. Damit wäre ich zwar wieder kabelgebunden, allerdings ist das besser, als ihn gar nicht nutzen zu können.

Ohrpolsterwechsel

Das Wechseln der Ohrpolster geschieht durch eine Drehung der Polster gegen den Uhrzeigersinn. Mit der entgegengesetzten Drehung setze ich das andere Paar Polster wieder drauf. Fertig. So einfach ist das.

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Pairing

Um den Kopfhörer per Bluetooth zu nutzen musst du ihn noch dem Smartphone oder der Laufuhr (sofern diese Musik per Bluetooth übertragen kann) bekannt machen. Das nennt man Pairing. Es wird durch einen mind. 10sec langen Druck auf die mittlere Taste eingeleitet, ohne den Kopfhörer vorher einzuschalten. Sollte dein Abspielgerät Bluetooth >4.0 unterstützen, wird das (garantiert) problemlos gelingen. Du kannst den BOOM jetzt in der Bluetooth Geräteübersicht auf deinem Handy sehen und notfalls manuell verbinden, falls das nicht automatisch passiert.

Vor dem Lauf

Wenn du den BOOM schon deinem Abspielgerät bekannt gemacht hast und jetzt benutzen möchtest, solltest du zuerst das Bluetooth am Abspielgerät aktivieren und danach den BOOM einschalten. Das hat bei mir in dieser Reihenfolge am sichersten geklappt. Ein Piepton signalisiert dir, dass der BOOM verbunden wurde und z.B. im Display deines Smartphones kannst du das Headsetsymbol sehen.

Starte jetzt die Musik am Abspielgerät und du hörst sofort die Songs. Kontrolliere, ob die Lautstärke okay ist! Wie du die Lautstärke anpasst, beschreibe ich später.

Du kannst die Musik auch über die mittlere Taste am Kopfhörer starten. Dazu startest du zuerst am Smartphone deine MusikApp. Die meisten MusikApps starten dann die Musik an der Stelle, an der du die Musik zuletzt gestoppt hast.

Akkulaufzeit

Für die Praxis ist ganz interessant, dass der Akku des BOOM trotz der Größe des Kopfhörers, 22 Stunden durchhalten soll und dann 10 Minuten lang mit einem Warnton darauf hinweist, dass der Akku bald leer ist. Also ist nach spätestens 22h 10min Feierabend. Dazu habe ich diesmal keinen Dauertest gemacht. Das Aufladen-nach-Gefühl hat aber bisher immer geklappt und der Kopfhörer hatte nie einen Ausfall, wegen leerem Akku. Zudem zeigt das Smartphone den Ladezustand mit dem Headset-Symbol an, so dass man sich daran ganz gut orientieren kann.

Bedienung

Der Miiego besitzt zwei Taster rechts und einen Taster links. Die Funktionen entsprechen denen der Modelle Freedom und M1. Folgende Funktionen erreichst du mit der linken Taster: ein-/ausschalten (etwa 3sec gedrückt halten), Pairing (beim Einschalten etwa 10sec gedrückt halten), Song starten/stoppen (etwa 1-2 sec drücken), Telefonat annehmen/beenden. Zum rechten Taster gehören die Funktionen: lauter (1-2 sec drücken), einen Song weiter (länger als 2 sec drücken) mit der Plus-Taste. Analog dazu kann man mit der Minus-Taste folgende Funktionen erreichen: leiser, einen Song zurück.

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Die Taster sind angenehm groß und lassen sich gut bedienen. Nach ein wenig Übung hat man die Funktionen im Griff.

Klang

Man muss unterscheiden, welche Ohrpolster man gerade einsetzt. Mit den komfortablen Ohrpolstern (Wohnzimmer-Modus) wird das Ohr zwar dichter verschlossen, aber dafür hast du auch den besten Klang. Mit den Sport-Ohrpolstern (Sport-Modus) bekommst du zwar mehr von den Umweltgeräuschen mit, was ja nicht unbedingt ein Nachteil ist, aber diese sind z.B. unbedingt erforderlich, um mit dem Schweiß umgehen zu können. Die komfortablen Ohrpolster würde ich nicht mit Schweiß verunreinigen wollen. Zudem sind die Sport-Ohrpolster atmungsaktiver und in meinen Augen angenehmer beim Sport zu tragen. Sie lassen sich auch mit Wasser auswaschen.

Die Lautsprecher bringen unabhängig von den Ohrpolstern saubere Höhen und Mitten, aber den druckvollsten Bass bekomme ich im Wohnzimmer-Modus hin. Die Sport-Ohrpolster bringen zwar den Vorteil, dass ich mehr von den Umweltgeräuschen mitbekomme, aber bei den Bässen muss ich hier ganz klar Abstriche hinnehmen.

Ich trage den BOOM beim Sport ausschließlich mit den Sport-Ohrpolstern. Aktuell laufe ich wenig im Straßenverkehr, sondern eher auf autofreien Strecken. Wenn ich tatsächlich in der Stadt laufe, drehe ich konsequent die Musik leiser, da ich gar nicht erst in eine brenzlige Situation kommen möchte. Man kann ja ruhig mal vorher schlau sein.

Auch im Sportstudio sind die Sport-Ohrpolster einfach für den Zweck ausgelegt. Das OverEar-Design schirmt in meinen Augen aber immer noch genug gegen Umweltgeräusche ab, damit ich meine Lieblings-Motivationsmusik genießen kann. Hier kann ich die Musik ja auch ruhig etwas lauter machen. Man sollte aber immer im Hinterkopf haben, dass häufiger, zu lauter Musikgenuss das Hörvermögen verschlechtert.

Tragekomfort

Alle drei Köpfhörer-Modelle von Miiego - den Performance gibt es ja leider nicht mehr - bieten einen hohen Tragekomfort. Natürlich sind auch Ohren verschieden. So kann es vorkommen, dass Ohrpolster bei Brillenträgern nach einer gewissen Zeit über dem Ohr drücken. Je länger man läuft, desto eher kann das auftreten. Bei Läufen bis zwei Stunden habe ich persönlich allerdings nie schmerzende Druckstellen oder ähnliches bekommen.

Der Kopfbügel ist mit einem Polster an der Seite versehen, die auf dem Kopf aufliegt. Das sorgt ebenfalls dafür, dass du über einen langen Zeitraum kein störendes Gefühl an dieser Stelle hast.

Die Größe des Bügels ist wie üblich verstelltbar. Damit man daran lange seine Freude hat, wurde hier Metall benutzt. Die Verstellung der Bügelweite macht auf mich einen soliden und langlebigen Eindruck. Ich hoffe, die Erfahrung wird das bestätigen.

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Der BOOM unterscheidet sich allerdings deutlich im Gewicht von den anderen Modellen. Das sollte man unbedingt berücksichtigen. Ich muss ehrlicher Weise sagen, dass ich ihn an warmen Tagen – wärmer als 24° - nur getragen haben, um dies herauszufinden. An kühleren Tagen ist das kein Problem, wenn man generell kein Problem mit solch großen Kopfhörer-Modellen hat. Trotz des höheren Gewichts, kann man ihn mit etwas Gewöhnung locker bis zu zwei Stunden tragen. Allerdings ist das mein Empfinden und sicher keine allgemeingültige Empfehlung.

Outdoor

Wenn du draußen unterwegs bist und Musik oder ein Hörbuch für deinen Lauf dabeihaben möchtest, kannst du dich auf einen robusten Sound freuen. Meine Empfehlung ist, ihn eher mit einem ruhigen und entspannenden Hörbuch beim Longjog einzusetzen. Bei Trainings mit viel ruckartiger Bewegung wird der BOOM eher als leichtere Modelle dazu neigen, vom Kopf zu rutschen.

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Indoor/Sport

Im Gym stelle ich etwas andere Ansprüche an einen Kopfhörer. Warum steige ich denn auf Bluetooth Kopfhörer um? Ich möchte das Kabel loswerden und damit mehr Freiheit für meine Bewegungen gewinnen. Hier und da kommt einem das Kabel vom Abspielgerät zum Kopfhörer in die Quere. Selbst wenn man das Kabel unterm Shirt verbirgt, muss man immer noch das Abspielgerät am Körper tragen. Heute wird die Vielzahl der Aktiven ein Smartphone dabeihaben. Und das kann man eben nicht bei jeder Übung in der Hand halten oder in einem Armgurt/Gürtel verstauen.

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Da ich nicht nur Standardübungen im Gym mache, sondern auch sehr gerne die "Turnecke" nutze, sollte der Kopfhörer dableiben, wo er ist: auf dem Ohr! Ich möchte nicht, dass er herunterfällt, wenn ich z.B. eine Kopfüber-Position erreicht habe. Das Design funktioniert mit leichten Abstrichen.

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Alltag

Ob Outdoor oder Indoor: der BOOM gibt ein sehr zufriedenstellendes Bild ab. Ein genialer Vorteil ist natürlich, dass du dich mit deinen Kopfhörern nahezu frei im Raum bewegen kannst. Bluetooth funktioniert nur sehr begrenzt in zwei verschiedenen Räumen und auf Distanzen größer als 12m. Wenn du aber in der Nähe deines Smartphones bist oder im Gym das Smartphone in deiner Nähe ablegst, müsste das nach meiner Erfahrung bestens funktionieren. Alle Male flexibler, als per Kabel verbunden zu sein.

Einziger Abstrich hier ist der abnehmende Tragekomfort für Brillenträger nach etwa 2 Stunden.

Technisches

Die Qualität der Musik ist bei Bluetooth von der Qualität der Quelle abhängig, da die Musik digital übertragen wird. Das kann eine Datei von deinem lokalen Computer sein oder ein Musikstream von einem der Anbieter. Hole ich mir im Vergleich dazu die Musik von einer Audio-CD spielen die Komponenten zwischen CD und Kopfhörer eine entscheidende Rolle. Generell erhalte ich ein leicht basslastiges, aber angenehmes Klangbild. Der Einsatzbereich wird in meinen Augen komplett abgedeckt, sprich Musik/Hörbuch, Games und Video.

Meine Meinung

Mit dem BOOM ist Miiego bezogen auf die Nutzung einen anderen Weg gegangen als bisher. Die beiden mitgelieferten Paare Ohrpolster lassen mich den Einsatzzweck besser definieren, als dass ich Kompromisse eingehen muss. Das waschbare atmungsaktive Polster bei meinen sportlichen Aktivitäten und das komfortable Polster in allen sonstigen Alltagssituationen. Hierbei ist sicherlich von Vorteil, dass die Polster innerhalb weniger Sekunden unproblematisch gewechselt werden können.

Diesen Komfort lässt sich Miiego mit einer UVP von 159 EURO bezahlen, womit der BOOM eher im oberen Preissegment liegt. Die vergleichbaren Modelle sind in meinen Augen allerdings weniger für den intensiven sportlichen Einsatz geeignet. Hier sticht der Miiego deutlich hervor.

Und wer ein reines Sportmodell sucht, findet bei Miiego Alternativen im AL3+ Freedom (OnEar) oder M1 (InEar).

 

Ich bedanke mich bei Miiego Deutschland dafür, dass ich den BOOM testen und vorstellen durfte.

 

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